Aktuelles
Gesamtvorstand trifft sich Lohra-Kirchvers
Der Gesamtvorstand ist das zweithöchste beschlussfassende Organ des HSV. Stimmberechtigt sind die Mitglieder des Präsidiums und die Bezirksschützenmeister. Beratend, aber ohne Stimmrecht, gehören ihm außerdem die Referenten, die Ehrenmitglieder und die Rechnungsprüfer an.
Königsschießen: Thomas Stumpf schießt den Vogel ab
Traditionell gehört zum Herbsttreffen das Königsschießen des Gesamtvorstandes. Es zählt zu den Höhepunkten des Verbandsjahres und entscheidet zugleich, wer die Sitzung im folgenden Jahr ausrichtet. Die Raumschießanlage des SV Verstal bot dafür hervorragende Bedingungen und auch genügend Raum für die Zuschauer.
Wie üblich eröffnete der amtierende König den Wettkampf: Klaus-Jürgen Hensel gab den ersten Schuss ab. Geschossen wurde mit dem Kleinkalibergewehr aufgelegt auf einen hölzernen Adler in 25 Metern Entfernung.
Schon nach dem 13. Schuss durften die Anwesenden zum ersten Mal jubeln. Olaf Schwegler, Referent Bogen, schoss dem Adler die Krone vom Kopf und sicherte sich die Würde des Kronenritters. Knapp eine Stunde und 63 Schuss später fiel der Apfel: Apfelritter wurde Florian Keil, Bezirksschützenmeister des Bezirks 38 Starkenburg. Für das Zepter waren danach gerade einmal sechs Schuss nötig. Zepterritter 2026 ist HSV-Vizepräsident Thomas Scholl.
Normalerweise braucht es anschließend einige Zeit, bis der Adler von seinem Sockel fällt. Diesmal erledigten die Schützen auch diese Aufgabe in Rekordzeit: Nach nur 48 Minuten war der Wettkampf entschieden. Mit dem 72. Schuss holte HSV-Schatzmeister Thomas Stumpf den Vogel herunter. Als neuer Gesamtvorstandskönig bringt er die Sitzung 2027 nach Südhessen. Insgesamt dauerte das Königsschießen gut zwei Stunden.
Ehrenscheibe geht an Lutz Hans Schlegel
Parallel zum Königsschießen wurde der Gewinner der Ehrenscheibe ermittelt. Jedes Mitglied des Gesamtvorstandes hatte dafür einen Schuss mit dem Luftgewehr auf die übliche Distanz von 10 Metern.
Den besten Schuss gab Lutz Hans Schlegel ab, Referent für Kampfrichterangelegenheiten. Er erzielte eine hervorragende 10,5. Knapp dahinter folgte Uwe Maul, Bezirksschützenmeister des Bezirks 27 Fulda-Rhön, mit einer 10,4. Den dritten Platz teilten sich mit jeweils einer 10,0 Wolfgang Fromm (Bezirk 15 Waldecker Land) und Michael Prokisch (Bezirk 26 Mittelhessen).
Anders als bei König und Rittern mussten sich die Anwesenden hier gedulden: Das Ergebnis wurde erst beim geselligen Abend im Schützenhaus des SV Verstal verkündet. Dort überreichte der Vorjahressieger Florian Keil die eigens für diesen Anlass gestaltete Ehrenscheibe an Lutz Hans Schlegel.
Ausrichter Klaus-Jürgen Hensel dankte am Abend ausdrücklich den vielen Helferinnen und Helfern des SV Verstal, ohne deren Einsatz die Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Auch HSV-Präsidentin Tanja Frank lobte das Team um Hensel für die gelungene Ausrichtung. Bis spät in den Abend saßen die Teilnehmer noch zusammen.
Die Sitzung: Berichte aus Verband, Jugend und Sport
Am Sonntagvormittag um 10 Uhr eröffnete Präsidentin Tanja Frank die Gesamtvorstandssitzung. Sie überbrachte die Grüße von HSV-Ehrenpräsident und DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und gratulierte allen, die seit der letzten Sitzung einen runden Geburtstag gefeiert hatten. Nach den Formalien wählte der Gesamtvorstand Florian Keil einstimmig zum Protokollführer und genehmigte ebenso einstimmig das Protokoll der vorangegangenen Sitzung.
Neues aus dem DSB
Der Deutsche Schützenbund hat die Entwicklung seiner neuen Sportsoftware ausgeschrieben; weitere Informationen sollen in den kommenden Monaten folgen. HSV-Vizepräsident Markus Weber wurde in die Satzungskommission des DSB berufen, die eine neue Satzung für den Bundesverband erarbeiten soll. Die Mitglieder des Gesamtvorstandes sind außerdem zum Deutschen Schützentag 2027 in Schwerin eingeladen – die Plätze sind allerdings begrenzt.
Verstärkung für die Geschäftsstelle
In der Buchhaltung der Geschäftsstelle gibt es zwei neue Gesichter: Renate Adam ist bereits seit einem halben Jahr für den Verband tätig, Mitte Oktober kommt Lars Christ hinzu. Für die Jugendarbeit wurde Sabrina Haas eingestellt. Sie arbeitet sich derzeit ein und wird künftig eng mit Stefan Rinke zusammenarbeiten.
Landesleistungszentrum: Viele Auflagen, gute Förderaussichten
„Sie werden es uns nicht leicht machen, aber wir haben Durchhaltevermögen“, sagte Tanja Frank mit Blick auf den geplanten Neubau des Landesleistungszentrums. Insgesamt 14 Anforderungen und Auflagen verschiedener Ämter und Behörden müssen nun Schritt für Schritt abgearbeitet werden.
Schatzmeister Thomas Stumpf ergänzte, dass es bislang zwei Gespräche mit den Behörden gegeben habe. Diese stünden dem Vorhaben grundsätzlich wohlwollend gegenüber. Die Koordination liegt inzwischen beim Regierungspräsidium Darmstadt. Wie vielschichtig das Verfahren ist, zeigte Stumpf an einem Beispiel: Die Wasserschutzbehörde erlaubt im Wasserschutzgebiet nur Grabungen bis drei Meter Tiefe, der Kampfmittelräumdienst will dagegen bis fünf Meter Tiefe sondieren. Die Aussichten auf Förderung durch Bund und Land bewertete er als gut.
Finanzen, Veranstaltungen und Recht
Für den Gesamthaushalt erwartet Stumpf erneut ein ausgeglichenes Ergebnis, wobei Entscheidungen über Fördermittel noch ausstehen. Der Finanzausschuss hat Ende September die Etats der Bezirke beraten und die meisten genehmigt; mit einigen wenigen Bezirken besteht noch Gesprächsbedarf.
Vizepräsident Thomas Scholl blickte auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Er rief die Vereine erneut auf, sich als Ausrichter für den Hessischen Schützentag 2028 zu bewerben – der Verband werde den Ausrichter umfassend unterstützen.
Vizepräsident Markus Weber berichtete aus dem Bereich Recht. Im Zuge der Evaluierung des Waffenrechts hat der DSB einen umfangreichen Fragenkatalog erhalten und ihn in Abstimmung mit den anderen Verbänden auf 105 Seiten beantwortet. Die Antworten sind auf der Website des DSB abrufbar. Weber hofft, dass die Verbände damit deutlich gemacht haben, welche Verbesserungen sie sich für ihre Mitglieder umgesetzt sehen möchten.
Jugend: Komplettes Team und eine Atmosphäre wie auf dem Volksfest
Stefan Rinke freut sich auf die Zusammenarbeit mit Sabrina Haas und dankte allen, die den Jugendbereich bisher unterstützt haben. Mit Torsten Berg konnte zudem ein Beauftragter für den Schulsport gewonnen werden, der die Kontakte zu hessischen Schulen stärken soll. Beide stellen sich bei der nächsten digitalen Jugendvorstandssitzung vor. Erstmals seit Langem sind im Jugendvorstand alle Positionen besetzt.
Rinke warb dafür, dass sich mehr Bezirke an den Bezirksauswahlschießen beteiligen; bislang sind lediglich zehn Bezirke gemeldet. Auch die Online-Wettkämpfe würden bisher nur von relativ wenigen Vereinen genutzt.
Zu den Deutschen Meisterschaften in München schickte der HSV rund 150 Jungschützen mit 350 Starts. Begeistert zeigte sich Rinke von den Deutschen Meisterschaften im Lichtschießen in Frankfurt: „Es war ein Gefühl wie auf einem Volksfest.“ Der HSV habe sich dort sehr gut präsentiert.
Sport: Mehr Sorgfalt bei den Meldungen
Sportleiter Otmar Martin zeigte sich mit den Meldungen zu den Hessischen Meisterschaften insgesamt zufrieden. Eine fehlerhafte Sammelmeldung habe allerdings zu falschen Buchungen geführt; beinahe hätten dadurch etliche Sportlerinnen und Sportler nicht antreten können. Man habe die Probleme weitgehend beheben können. Für die Zukunft bat Martin allerdings um mehr Sorgfalt.
Während der Hessischen Meisterschaften fand eine Klassifizierungsaktion statt, an der auch die neue Verbandsärztin Dr. Alexandra Borgmann teilnahm. Sie darf inzwischen eigenständig klassifizieren und ist auf Bundesebene Stellvertreterin der offiziellen Klassifiziererin des DSB, Sylvia Torba.
Mit der Medaillenausbeute bei den Deutschen Meisterschaften war Martin nicht ganz zufrieden: Einige der sonst üblichen Goldmedaillen blieben diesmal aus. Zudem teilte er mit, dass der langjährige Gewehrreferent und Ligaleiter Gewehr, Norbert Link, sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Ein Nachfolger wird gesucht. Die Ausschreibungen für die Landesmeisterschaften 2027 erscheinen wie gewohnt zum 1. November; erste Informationen sind bereits auf der Website abrufbar.
Beschlüsse: Schützentag 2029 in Fulda, neue Referentin Parasport
Der Hessische Schützentag 2029 findet in Fulda statt. Den entsprechenden Antrag des SV Fulda nahm der der Gesamtvorstand einstimmig an. Bezirksschützenmeister Uwe Maul hatte zuvor für die osthessische Stadt geworben und berichtet, dass bereits umfangreiche Zusagen des Oberbürgermeisters vorliegen. Außerdem habe es bereits erste Gespräche zwischen dem Verein und der Geschäftsführung des Hessischen Schützenverbandes gegeben.
Ebenfalls einstimmig bestätigte der Gesamtvorstand Marie Zobel als neue Referentin für Parasport. Sie folgt auf Olaf Lenker, der von dem Amt zurückgetreten war. Marie Zobel schießt seit ihrem elften Lebensjahr und gehörte dem hessischen Pistolenkader an. Seit einem Unfall im Jahr 2022 schießt sie aus dem Rollstuhl.
Ihr wichtigstes Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Hürden zu schaffen, mit denen Para-Schützen zu kämpfen haben. „Wenn man selbst nicht betroffen ist, dann sieht man oft nicht, welche Probleme Para-Sportler haben“, sagte sie. Schon eine einzelne Stufe oder eine schmale Tür am Schießstand könne entscheiden, ob jemand seinen Sport ausüben kann. Mit Präsidium und Geschäftsführung ist sie bereits im Austausch; im Gespräch ist unter anderem ein Para-Kader auf Landesebene. Vor allem aber will Marie Zobel Ansprechpartnerin für die Para-Schützen in Hessen sein und die Vernetzung untereinander fördern.
Präsidiumswahlen 2027: Tanja Frank tritt erneut an
Für die Präsidiumswahlen im kommenden Jahr stellte Tanja Frank den Vorschlag des Präsidiums vor. Die wichtigste Veränderung betrifft den Sport: Sportleiter Otmar Martin wird nicht erneut kandidieren. Als seinen Nachfolger schlägt das Präsidium den bisherigen stellvertretenden Sportleiter Dr. Alexander Degen vor, als neuen stellvertretenden Sportleiter Michael Prokisch. Das Präsidium bat die Bezirksschützenmeister und die Bezirke um Unterstützung. Die Präsidentin betonte, dass man die Namen bewusst frühzeitig bekannt geben wollte, um Spekulationen vorzubeugen.
Die übrigen Mitglieder des Präsidiums stellen sich zur Wiederwahl – auch Tanja Frank selbst. Sie will den Verband weitere vier Jahre führen. „Ich habe lange überlegt und mich mit meinem Mann besprochen“, stellte sie fest und sagte weiter: „Ich habe diese Entscheidung letztlich wegen Euch, den Schützen, getroffen“, sagte sie. Zugleich bat sie die Anwesenden um Offenheit: Kritik am Präsidium und ihrer Person solle klar und sofort geäußert werden. Nur dann könne man mögliche Probleme angehen.
„Schützen im Dialog“: Vom Herzensprojekt zum Vorbild
Zum Abschluss der Sitzung gab Mariele Zobel, hauptamtliche Leiterin des Projekts „Schützen im Dialog“, einen Überblick über die bisherige Arbeit. Tanja Frank, die das Projekt als „eine Herzensangelegenheit“ bezeichnete, hatte ihr zuvor ausdrücklich für ihren Einsatz gedankt. Die Präsidentin stellte außerdem fest, dass das Projekt inzwischen auch außerhalb des Schießsports und über Hessen hinaus Beachtung findet.
In bislang drei Veranstaltungsreihen ging es um das Erkennen von Radikalisierung, um Werte im Verein und um die Aufnahme neuer Mitglieder. Das Projekt habe die Vereine sensibilisiert und ihnen Handlungssicherheit gegeben, so Zobel. Zudem seien Arbeitshilfen entstanden und der Austausch untereinander gestärkt worden. Den Jahresabschluss bildet ein Kongress am 4. November beim DSB in Wiesbaden.
Auch für 2027 sind drei Veranstaltungsreihen geplant. Den Auftakt macht das Thema „Desinformation im Netz“, es folgt „Demokratie im Verein und Umgang mit Fehlverhalten“. Im Herbst steht schließlich „Haltung zeigen“ im Mittelpunkt.
Zum Schluss dankte Tanja Frank noch einmal Klaus-Jürgen Hensel und dem Schützenverein Verstal für die Gastfreundschaft und schloss die Gesamtvorstandssitzung 2026. Im kommenden Jahr trifft sich der Gesamtvorstand dann auf Einladung von Thomas Stumpf in Südhessen.
Gesamtvorstand trifft sich Lohra-Kirchvers
Der Gesamtvorstand ist das zweithöchste beschlussfassende Organ des HSV. Stimmberechtigt sind die Mitglieder des Präsidiums und die Bezirksschützenmeister. Beratend, aber ohne Stimmrecht, gehören ihm außerdem die Referenten, die Ehrenmitglieder und die Rechnungsprüfer an.
Königsschießen: Thomas Stumpf schießt den Vogel ab
Traditionell gehört zum Herbsttreffen das Königsschießen des Gesamtvorstandes. Es zählt zu den Höhepunkten des Verbandsjahres und entscheidet zugleich, wer die Sitzung im folgenden Jahr ausrichtet. Die Raumschießanlage des SV Verstal bot dafür hervorragende Bedingungen und auch genügend Raum für die Zuschauer.
Wie üblich eröffnete der amtierende König den Wettkampf: Klaus-Jürgen Hensel gab den ersten Schuss ab. Geschossen wurde mit dem Kleinkalibergewehr aufgelegt auf einen hölzernen Adler in 25 Metern Entfernung.
Schon nach dem 13. Schuss durften die Anwesenden zum ersten Mal jubeln. Olaf Schwegler, Referent Bogen, schoss dem Adler die Krone vom Kopf und sicherte sich die Würde des Kronenritters. Knapp eine Stunde und 63 Schuss später fiel der Apfel: Apfelritter wurde Florian Keil, Bezirksschützenmeister des Bezirks 38 Starkenburg. Für das Zepter waren danach gerade einmal sechs Schuss nötig. Zepterritter 2026 ist HSV-Vizepräsident Thomas Scholl.
Normalerweise braucht es anschließend einige Zeit, bis der Adler von seinem Sockel fällt. Diesmal erledigten die Schützen auch diese Aufgabe in Rekordzeit: Nach nur 48 Minuten war der Wettkampf entschieden. Mit dem 72. Schuss holte HSV-Schatzmeister Thomas Stumpf den Vogel herunter. Als neuer Gesamtvorstandskönig bringt er die Sitzung 2027 nach Südhessen. Insgesamt dauerte das Königsschießen gut zwei Stunden.
Ehrenscheibe geht an Lutz Hans Schlegel
Parallel zum Königsschießen wurde der Gewinner der Ehrenscheibe ermittelt. Jedes Mitglied des Gesamtvorstandes hatte dafür einen Schuss mit dem Luftgewehr auf die übliche Distanz von 10 Metern.
Den besten Schuss gab Lutz Hans Schlegel ab, Referent für Kampfrichterangelegenheiten. Er erzielte eine hervorragende 10,5. Knapp dahinter folgte Uwe Maul, Bezirksschützenmeister des Bezirks 27 Fulda-Rhön, mit einer 10,4. Den dritten Platz teilten sich mit jeweils einer 10,0 Wolfgang Fromm (Bezirk 15 Waldecker Land) und Michael Prokisch (Bezirk 26 Mittelhessen).
Anders als bei König und Rittern mussten sich die Anwesenden hier gedulden: Das Ergebnis wurde erst beim geselligen Abend im Schützenhaus des SV Verstal verkündet. Dort überreichte der Vorjahressieger Florian Keil die eigens für diesen Anlass gestaltete Ehrenscheibe an Lutz Hans Schlegel.
Ausrichter Klaus-Jürgen Hensel dankte am Abend ausdrücklich den vielen Helferinnen und Helfern des SV Verstal, ohne deren Einsatz die Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre. Auch HSV-Präsidentin Tanja Frank lobte das Team um Hensel für die gelungene Ausrichtung. Bis spät in den Abend saßen die Teilnehmer noch zusammen.
Die Sitzung: Berichte aus Verband, Jugend und Sport
Am Sonntagvormittag um 10 Uhr eröffnete Präsidentin Tanja Frank die Gesamtvorstandssitzung. Sie überbrachte die Grüße von HSV-Ehrenpräsident und DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels und gratulierte allen, die seit der letzten Sitzung einen runden Geburtstag gefeiert hatten. Nach den Formalien wählte der Gesamtvorstand Florian Keil einstimmig zum Protokollführer und genehmigte ebenso einstimmig das Protokoll der vorangegangenen Sitzung.
Neues aus dem DSB
Der Deutsche Schützenbund hat die Entwicklung seiner neuen Sportsoftware ausgeschrieben; weitere Informationen sollen in den kommenden Monaten folgen. HSV-Vizepräsident Markus Weber wurde in die Satzungskommission des DSB berufen, die eine neue Satzung für den Bundesverband erarbeiten soll. Die Mitglieder des Gesamtvorstandes sind außerdem zum Deutschen Schützentag 2027 in Schwerin eingeladen – die Plätze sind allerdings begrenzt.
Verstärkung für die Geschäftsstelle
In der Buchhaltung der Geschäftsstelle gibt es zwei neue Gesichter: Renate Adam ist bereits seit einem halben Jahr für den Verband tätig, Mitte Oktober kommt Lars Christ hinzu. Für die Jugendarbeit wurde Sabrina Haas eingestellt. Sie arbeitet sich derzeit ein und wird künftig eng mit Stefan Rinke zusammenarbeiten.
Landesleistungszentrum: Viele Auflagen, gute Förderaussichten
„Sie werden es uns nicht leicht machen, aber wir haben Durchhaltevermögen“, sagte Tanja Frank mit Blick auf den geplanten Neubau des Landesleistungszentrums. Insgesamt 14 Anforderungen und Auflagen verschiedener Ämter und Behörden müssen nun Schritt für Schritt abgearbeitet werden.
Schatzmeister Thomas Stumpf ergänzte, dass es bislang zwei Gespräche mit den Behörden gegeben habe. Diese stünden dem Vorhaben grundsätzlich wohlwollend gegenüber. Die Koordination liegt inzwischen beim Regierungspräsidium Darmstadt. Wie vielschichtig das Verfahren ist, zeigte Stumpf an einem Beispiel: Die Wasserschutzbehörde erlaubt im Wasserschutzgebiet nur Grabungen bis drei Meter Tiefe, der Kampfmittelräumdienst will dagegen bis fünf Meter Tiefe sondieren. Die Aussichten auf Förderung durch Bund und Land bewertete er als gut.
Finanzen, Veranstaltungen und Recht
Für den Gesamthaushalt erwartet Stumpf erneut ein ausgeglichenes Ergebnis, wobei Entscheidungen über Fördermittel noch ausstehen. Der Finanzausschuss hat Ende September die Etats der Bezirke beraten und die meisten genehmigt; mit einigen wenigen Bezirken besteht noch Gesprächsbedarf.
Vizepräsident Thomas Scholl blickte auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Er rief die Vereine erneut auf, sich als Ausrichter für den Hessischen Schützentag 2028 zu bewerben – der Verband werde den Ausrichter umfassend unterstützen.
Vizepräsident Markus Weber berichtete aus dem Bereich Recht. Im Zuge der Evaluierung des Waffenrechts hat der DSB einen umfangreichen Fragenkatalog erhalten und ihn in Abstimmung mit den anderen Verbänden auf 105 Seiten beantwortet. Die Antworten sind auf der Website des DSB abrufbar. Weber hofft, dass die Verbände damit deutlich gemacht haben, welche Verbesserungen sie sich für ihre Mitglieder umgesetzt sehen möchten.
Jugend: Komplettes Team und eine Atmosphäre wie auf dem Volksfest
Stefan Rinke freut sich auf die Zusammenarbeit mit Sabrina Haas und dankte allen, die den Jugendbereich bisher unterstützt haben. Mit Torsten Berg konnte zudem ein Beauftragter für den Schulsport gewonnen werden, der die Kontakte zu hessischen Schulen stärken soll. Beide stellen sich bei der nächsten digitalen Jugendvorstandssitzung vor. Erstmals seit Langem sind im Jugendvorstand alle Positionen besetzt.
Rinke warb dafür, dass sich mehr Bezirke an den Bezirksauswahlschießen beteiligen; bislang sind lediglich zehn Bezirke gemeldet. Auch die Online-Wettkämpfe würden bisher nur von relativ wenigen Vereinen genutzt.
Zu den Deutschen Meisterschaften in München schickte der HSV rund 150 Jungschützen mit 350 Starts. Begeistert zeigte sich Rinke von den Deutschen Meisterschaften im Lichtschießen in Frankfurt: „Es war ein Gefühl wie auf einem Volksfest.“ Der HSV habe sich dort sehr gut präsentiert.
Sport: Mehr Sorgfalt bei den Meldungen
Sportleiter Otmar Martin zeigte sich mit den Meldungen zu den Hessischen Meisterschaften insgesamt zufrieden. Eine fehlerhafte Sammelmeldung habe allerdings zu falschen Buchungen geführt; beinahe hätten dadurch etliche Sportlerinnen und Sportler nicht antreten können. Man habe die Probleme weitgehend beheben können. Für die Zukunft bat Martin allerdings um mehr Sorgfalt.
Während der Hessischen Meisterschaften fand eine Klassifizierungsaktion statt, an der auch die neue Verbandsärztin Dr. Alexandra Borgmann teilnahm. Sie darf inzwischen eigenständig klassifizieren und ist auf Bundesebene Stellvertreterin der offiziellen Klassifiziererin des DSB, Sylvia Torba.
Mit der Medaillenausbeute bei den Deutschen Meisterschaften war Martin nicht ganz zufrieden: Einige der sonst üblichen Goldmedaillen blieben diesmal aus. Zudem teilte er mit, dass der langjährige Gewehrreferent und Ligaleiter Gewehr, Norbert Link, sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Ein Nachfolger wird gesucht. Die Ausschreibungen für die Landesmeisterschaften 2027 erscheinen wie gewohnt zum 1. November; erste Informationen sind bereits auf der Website abrufbar.
Beschlüsse: Schützentag 2029 in Fulda, neue Referentin Parasport
Der Hessische Schützentag 2029 findet in Fulda statt. Den entsprechenden Antrag des SV Fulda nahm der der Gesamtvorstand einstimmig an. Bezirksschützenmeister Uwe Maul hatte zuvor für die osthessische Stadt geworben und berichtet, dass bereits umfangreiche Zusagen des Oberbürgermeisters vorliegen. Außerdem habe es bereits erste Gespräche zwischen dem Verein und der Geschäftsführung des Hessischen Schützenverbandes gegeben.
Ebenfalls einstimmig bestätigte der Gesamtvorstand Marie Zobel als neue Referentin für Parasport. Sie folgt auf Olaf Lenker, der von dem Amt zurückgetreten war. Marie Zobel schießt seit ihrem elften Lebensjahr und gehörte dem hessischen Pistolenkader an. Seit einem Unfall im Jahr 2022 schießt sie aus dem Rollstuhl.
Ihr wichtigstes Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Hürden zu schaffen, mit denen Para-Schützen zu kämpfen haben. „Wenn man selbst nicht betroffen ist, dann sieht man oft nicht, welche Probleme Para-Sportler haben“, sagte sie. Schon eine einzelne Stufe oder eine schmale Tür am Schießstand könne entscheiden, ob jemand seinen Sport ausüben kann. Mit Präsidium und Geschäftsführung ist sie bereits im Austausch; im Gespräch ist unter anderem ein Para-Kader auf Landesebene. Vor allem aber will Marie Zobel Ansprechpartnerin für die Para-Schützen in Hessen sein und die Vernetzung untereinander fördern.
Präsidiumswahlen 2027: Tanja Frank tritt erneut an
Für die Präsidiumswahlen im kommenden Jahr stellte Tanja Frank den Vorschlag des Präsidiums vor. Die wichtigste Veränderung betrifft den Sport: Sportleiter Otmar Martin wird nicht erneut kandidieren. Als seinen Nachfolger schlägt das Präsidium den bisherigen stellvertretenden Sportleiter Dr. Alexander Degen vor, als neuen stellvertretenden Sportleiter Michael Prokisch. Das Präsidium bat die Bezirksschützenmeister und die Bezirke um Unterstützung. Die Präsidentin betonte, dass man die Namen bewusst frühzeitig bekannt geben wollte, um Spekulationen vorzubeugen.
Die übrigen Mitglieder des Präsidiums stellen sich zur Wiederwahl – auch Tanja Frank selbst. Sie will den Verband weitere vier Jahre führen. „Ich habe lange überlegt und mich mit meinem Mann besprochen“, stellte sie fest und sagte weiter: „Ich habe diese Entscheidung letztlich wegen Euch, den Schützen, getroffen“, sagte sie. Zugleich bat sie die Anwesenden um Offenheit: Kritik am Präsidium und ihrer Person solle klar und sofort geäußert werden. Nur dann könne man mögliche Probleme angehen.
„Schützen im Dialog“: Vom Herzensprojekt zum Vorbild
Zum Abschluss der Sitzung gab Mariele Zobel, hauptamtliche Leiterin des Projekts „Schützen im Dialog“, einen Überblick über die bisherige Arbeit. Tanja Frank, die das Projekt als „eine Herzensangelegenheit“ bezeichnete, hatte ihr zuvor ausdrücklich für ihren Einsatz gedankt. Die Präsidentin stellte außerdem fest, dass das Projekt inzwischen auch außerhalb des Schießsports und über Hessen hinaus Beachtung findet.
In bislang drei Veranstaltungsreihen ging es um das Erkennen von Radikalisierung, um Werte im Verein und um die Aufnahme neuer Mitglieder. Das Projekt habe die Vereine sensibilisiert und ihnen Handlungssicherheit gegeben, so Zobel. Zudem seien Arbeitshilfen entstanden und der Austausch untereinander gestärkt worden. Den Jahresabschluss bildet ein Kongress am 4. November beim DSB in Wiesbaden.
Auch für 2027 sind drei Veranstaltungsreihen geplant. Den Auftakt macht das Thema „Desinformation im Netz“, es folgt „Demokratie im Verein und Umgang mit Fehlverhalten“. Im Herbst steht schließlich „Haltung zeigen“ im Mittelpunkt.
Zum Schluss dankte Tanja Frank noch einmal Klaus-Jürgen Hensel und dem Schützenverein Verstal für die Gastfreundschaft und schloss die Gesamtvorstandssitzung 2026. Im kommenden Jahr trifft sich der Gesamtvorstand dann auf Einladung von Thomas Stumpf in Südhessen.