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Junioren-WM 2026: Starke Leistungen und wertvolle Erfahrungen für Hessens Schützen in Suhl

  25.06.2026    HSJ HSV DSB
Internationale Luft geschnuppert, wertvolle Erfahrungen gesammelt und denkbar knapp am Edelmetall vorbeigeschrammt: Für die sieben hessischen Schützinnen und Schützen blieben die Junioren-Weltmeisterschaften 2026 im thüringischen Suhl zwar ohne Medaillenerfolg, doch die gezeigten Leistungen machen Mut für die Zukunft. Vom 16. bis 26. Juni kämpfte die internationale Elite der Gewehr-, Pistolen- und Flintendisziplinen um die WM-Titel. Der Deutsche Schützenbund (DSB) war mit einem 50-köpfigen Aufgebot vor Ort und durfte sich am Ende über einen kompletten Medaillensatz freuen (1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze).

Gewehr-Disziplinen: Packende Wettkämpfe und ein Hauch von Edelmetall

Im KK-Gewehr Dreistellungskampf (50 Meter) starteten Anabell Dörsam und Kathrin Grabowski verheißungsvoll. Die Eliminations-Runde meisterten beide mit starken 583 bzw. 587 Ringen souverän. In der anschließenden Qualifikation forderte die internationale Konkurrenz jedoch ihren Tribut. Unter hohem Druck erreichte Dörsam mit 581 Ringen den 33. Platz, dicht gefolgt von Grabowski auf Rang 36 (580 Ringe). Gold ging hier an Taisia Tikhomirova (AIN). Auch in der Teamwertung schrammten die DSB-Juniorinnen nur haarscharf am Podest vorbei: Katrin Grabowski, Xenia Mund und Finnja Rentmeister belegten mit 1755 Ringen den undankbaren vierten Platz – lediglich zwei Zähler fehlten zu Bronze.

Im 50 Meter Liegendschießen mit dem KK-Gewehr wusste Katrin Grabowski besonders zu überzeugen. Mit 623,6 Ringen sicherte sie sich als Neunte als beste Deutsche eine Top-Ten-Platzierung.

„Ich bin nicht zufrieden, weil es nicht gereicht hat. Ich trainiere zu wenig 60 Schuss liegend am Stück, weil der Fokus auf 3x20 liegt“, bilanzierte Grabowski zunächst selbstkritisch, schob dann aber versöhnlich hinterher: „Es war ein konstantes Schießen! Es war drei Ringe besser als gestern in der Elimination, von daher ist es in Ordnung!“

Ihre hessische Teamkollegin Anabell Dörsam kam mit 618,3 Ringen auf Rang 35. In der Teamwertung reichte es für Grabowski, Rentmeister und Mund für den neunten Rang.

Pistole und Flinte: Das Drama um die Millimeter und Bruchteile

Mit der Schnellfeuerpistole vertraten Colin Hilk und Ben Spangenberg die hessischen Farben. Das Duo zeigte eine solide Leistung, verpasste jedoch den Einzug in das Finale der besten Sechs. Hilk beendete den Wettkampf mit 563 Ringen auf dem 23. Platz, Spangenberg folgte mit 561 Ringen auf Rang 26. Der Titel ging hier an den Inder Sameer Sameer.

Hauchdünn und extrem unglücklich verlief die Entscheidung im Skeet der Junioren. Vladislav Poddubskiy zeigte über fünf Runden eine beachtliche Konstanz und traf 116 von 125 Scheiben. Am Ende entschied ein einziger Treffer über Freud und Leid: Mit 117 getroffenen Scheiben wäre ihm der Einzug in das Finale der besten Acht sicher gewesen. So blieb für ihn der bittere, aber dennoch respektable Platz knapp hinter den Finalrängen, während der Italiener Marco Coco Gold feierte.

Ein fast identisches Bild zeichnete sich bei den Skeet-Juniorinnen ab. Luise Middel traf 110 Scheiben und landete auf dem 11. Platz. Auch ihr fehlte in der enormen Leistungsdichte der Weltspitze lediglich eine einzige Scheibe, um im Finale um die Medaillen mitzureden – ein Finale, in dem die Britin Bethany Lilian Norton mit einem neuen Juniorenweltrekord triumphierte. Im Teamwettbewerb erreichte Luise Middel gemeinsam mit Emilie Bundan und Carlotta Wahl einen guten fünften Platz.

Drei Medaillen für das DSB-Team

Auch wenn den hessischen Athletinnen und Athleten der Sprung auf das Podest verwehrt blieb, gab es im deutschen Lager Grund zum Jubeln. Das DSB-Team verbuchte insgesamt drei Medaillen:

  • Gold & WM-Titel: Das Luftgewehr-Trio der Junioren mit Luis Eichenseer, Florian Beer und Benedikt Ascher holte mit grandiosen 1877,6 Ringen den ersten Weltmeistertitel für Deutschland bei dieser Heim-WM.
  • Silber: Im Luftgewehr Mixed-Team glänzten Annabelle Lotter und Benedikt Ascher. Nach einer starken Qualifikation mussten sie sich im Finale lediglich Indien geschlagen geben. Für Ascher war es bereits das zweite Edelmetall der Titelkämpfe.
  • Bronze: Den perfekten Auftakt der WM hatte das Skeet-Junioren-Team beschert. Valentin Woestmeyer, Maximilian Seibel und Raphael Hapke sicherten sich am dritten Wettkampftag die Bronzemedaille und holten damit das allererste Edelmetall für das deutsche Aufgebot.

Der Hessische Schützenverband gratuliert allen Athletinnen und Athleten zu ihren gezeigten Leistungen und den gesammelten Erfahrungen auf internationalem Top-Niveau!

➡️ Alle Ergebnisse der Junioren_Weltmeisterschaft 2026 in Suhl gibt es hier!

Alle Fotos: ©DSB / Deutscher Schützenbund

Lutz Berger

Junioren-WM 2026: Starke Leistungen und wertvolle Erfahrungen für Hessens Schützen in Suhl

  25.06.2026    HSJ HSV DSB
Internationale Luft geschnuppert, wertvolle Erfahrungen gesammelt und denkbar knapp am Edelmetall vorbeigeschrammt: Für die sieben hessischen Schützinnen und Schützen blieben die Junioren-Weltmeisterschaften 2026 im thüringischen Suhl zwar ohne Medaillenerfolg, doch die gezeigten Leistungen machen Mut für die Zukunft. Vom 16. bis 26. Juni kämpfte die internationale Elite der Gewehr-, Pistolen- und Flintendisziplinen um die WM-Titel. Der Deutsche Schützenbund (DSB) war mit einem 50-köpfigen Aufgebot vor Ort und durfte sich am Ende über einen kompletten Medaillensatz freuen (1x Gold, 1x Silber, 1x Bronze).

Gewehr-Disziplinen: Packende Wettkämpfe und ein Hauch von Edelmetall

Im KK-Gewehr Dreistellungskampf (50 Meter) starteten Anabell Dörsam und Kathrin Grabowski verheißungsvoll. Die Eliminations-Runde meisterten beide mit starken 583 bzw. 587 Ringen souverän. In der anschließenden Qualifikation forderte die internationale Konkurrenz jedoch ihren Tribut. Unter hohem Druck erreichte Dörsam mit 581 Ringen den 33. Platz, dicht gefolgt von Grabowski auf Rang 36 (580 Ringe). Gold ging hier an Taisia Tikhomirova (AIN). Auch in der Teamwertung schrammten die DSB-Juniorinnen nur haarscharf am Podest vorbei: Katrin Grabowski, Xenia Mund und Finnja Rentmeister belegten mit 1755 Ringen den undankbaren vierten Platz – lediglich zwei Zähler fehlten zu Bronze.

Im 50 Meter Liegendschießen mit dem KK-Gewehr wusste Katrin Grabowski besonders zu überzeugen. Mit 623,6 Ringen sicherte sie sich als Neunte als beste Deutsche eine Top-Ten-Platzierung.

„Ich bin nicht zufrieden, weil es nicht gereicht hat. Ich trainiere zu wenig 60 Schuss liegend am Stück, weil der Fokus auf 3x20 liegt“, bilanzierte Grabowski zunächst selbstkritisch, schob dann aber versöhnlich hinterher: „Es war ein konstantes Schießen! Es war drei Ringe besser als gestern in der Elimination, von daher ist es in Ordnung!“

Ihre hessische Teamkollegin Anabell Dörsam kam mit 618,3 Ringen auf Rang 35. In der Teamwertung reichte es für Grabowski, Rentmeister und Mund für den neunten Rang.

Pistole und Flinte: Das Drama um die Millimeter und Bruchteile

Mit der Schnellfeuerpistole vertraten Colin Hilk und Ben Spangenberg die hessischen Farben. Das Duo zeigte eine solide Leistung, verpasste jedoch den Einzug in das Finale der besten Sechs. Hilk beendete den Wettkampf mit 563 Ringen auf dem 23. Platz, Spangenberg folgte mit 561 Ringen auf Rang 26. Der Titel ging hier an den Inder Sameer Sameer.

Hauchdünn und extrem unglücklich verlief die Entscheidung im Skeet der Junioren. Vladislav Poddubskiy zeigte über fünf Runden eine beachtliche Konstanz und traf 116 von 125 Scheiben. Am Ende entschied ein einziger Treffer über Freud und Leid: Mit 117 getroffenen Scheiben wäre ihm der Einzug in das Finale der besten Acht sicher gewesen. So blieb für ihn der bittere, aber dennoch respektable Platz knapp hinter den Finalrängen, während der Italiener Marco Coco Gold feierte.

Ein fast identisches Bild zeichnete sich bei den Skeet-Juniorinnen ab. Luise Middel traf 110 Scheiben und landete auf dem 11. Platz. Auch ihr fehlte in der enormen Leistungsdichte der Weltspitze lediglich eine einzige Scheibe, um im Finale um die Medaillen mitzureden – ein Finale, in dem die Britin Bethany Lilian Norton mit einem neuen Juniorenweltrekord triumphierte. Im Teamwettbewerb erreichte Luise Middel gemeinsam mit Emilie Bundan und Carlotta Wahl einen guten fünften Platz.

Drei Medaillen für das DSB-Team

Auch wenn den hessischen Athletinnen und Athleten der Sprung auf das Podest verwehrt blieb, gab es im deutschen Lager Grund zum Jubeln. Das DSB-Team verbuchte insgesamt drei Medaillen:

  • Gold & WM-Titel: Das Luftgewehr-Trio der Junioren mit Luis Eichenseer, Florian Beer und Benedikt Ascher holte mit grandiosen 1877,6 Ringen den ersten Weltmeistertitel für Deutschland bei dieser Heim-WM.
  • Silber: Im Luftgewehr Mixed-Team glänzten Annabelle Lotter und Benedikt Ascher. Nach einer starken Qualifikation mussten sie sich im Finale lediglich Indien geschlagen geben. Für Ascher war es bereits das zweite Edelmetall der Titelkämpfe.
  • Bronze: Den perfekten Auftakt der WM hatte das Skeet-Junioren-Team beschert. Valentin Woestmeyer, Maximilian Seibel und Raphael Hapke sicherten sich am dritten Wettkampftag die Bronzemedaille und holten damit das allererste Edelmetall für das deutsche Aufgebot.

Der Hessische Schützenverband gratuliert allen Athletinnen und Athleten zu ihren gezeigten Leistungen und den gesammelten Erfahrungen auf internationalem Top-Niveau!

➡️ Alle Ergebnisse der Junioren_Weltmeisterschaft 2026 in Suhl gibt es hier!

Alle Fotos: ©DSB / Deutscher Schützenbund

Lutz Berger

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