Aktuelles
Hessische Meisterschaften 2026 - Ordonnanzgewehr - Höchstleistungen im Glutofen von Leun
Das Reglement der Traditionsdisziplin ist streng: Zugelassen sind ausschließlich originale, bis Ende 1963 geführte militärische Repetiergewehre im Originalzustand. Moderne Hilfsmittel wie Matchschäfte, Zusatzgewichte oder Schießjacken sind ebenso tabu wie optische Visiere. Das anspruchsvolle Wettkampfprogramm verlangte den Startern jeweils 20 Schuss im stehenden sowie 20 Schuss im liegenden Anschlag ab.
Technik und Taktik im "Glutofen"
Neben dem sportlichen Gegner entwickelte sich vor allem die Anlage in Leun zu einer mentalen und physischen Herausforderung. Die geschlossene Aufgrund moderner Lärmschutzauflagen werden offene Schießstände heute kaum noch genehmigt – so bietet auch die geschlossene Anlage in Leun zwar optimalen Schallschutz für die Anwohner, stellte die Aktiven an diesem heißen Maitag jedoch vor logistische Probleme. Die Lüftungsanlage saugte die aufgeheizte Luft vom Dach direkt in den Stand.
„Man müsste diese Luft vom Sommer speichern können und im Winter einsetzen“, scherzte der frischgebackene Landesmeister Jan Pöpperl mit Blick auf die sommerlichen Bedingungen.
Auch der drittplatzierte Jan-Simon Zimmer merkte an, dass unter diesen Temperaturen Ergebnisse über der 300-Ringe-Marke bereits als exzellente Leistung zu bewerten seien, wenn man auf die stabilisierende Wirkung einer Schießjacke verzichtet.
Disziplin Offene Visierung (Kimme und Korn)
In der Wertung mit offener Visierung zeigten die Schützen trotz der Hitze herausragende Ergebnisse. In der Klasse Herren II sicherte sich Thomas Klaner (SV Marburg) mit bärenstarken 341 Ringen den Titel, hauchdünn vor Felix Lehr (SV Lengfeld), der sich mit 340 Ringen geschlagen geben musste.
In der Klasse Herren I dominierte Jan Pöpperl (SV Edelweiß Jestädt) mit 335 Ringen das Feld deutlich vor Kevin Jeffries (317 Ringe).
Die Podestplätze im Überblick:
| Altersklasse | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Herren I | Jan Pöpperl (335 Ringe) SV Edelweiß Jestädt | Kevin Jeffries (317 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Jan-Simon Zimmer (303 Ringe) SSG Ettingshausen Seenbach |
| Herren II | Thomas Klaner (341 Ringe) SV Marburg | Felix Lehr (340 Ringe) SV Lengfeld | Stefan Lerch (324 Ringe) KSG Wetzlar |
| Herren III | Martin Belke (339 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Timo Fleckenstein (319 Ringe) SV Freigericht | Alexander Graf (302 Ringe) SV Wicker |
| Herren IV | Karsten Dietz (335 Ringe) SV Diana 55 Obersuhl | Michael Hohenberg (323 Ringe) SV Niederklein | Günter Kunz (319 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim |
Mannschaftswertung
Der SV Diana Bergen Enkheim untermauerte seine Ausnahmestellung und holte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung von 975 Ringen (Martin Belke 339, Kevin Jeffries 317, Günter Kunz 319) souverän die Goldmedaille vor dem SV Niederklein 1 (925 Ringe) und dem SV Lengfeld (788 Ringe).
Disziplin Geschlossene Visierung (Loch- und Rahmenvisiere)
Beim Wettkampf mit geschlossener Visierung – hier sind historische Loch- und Rahmenvisiere wie die des britischen Lee-Enfield oder des US-Springfield zugelassen – fielen ebenfalls hohe Ergebnisse. Zum überragenden Akteur des Tages avancierte Felix Lehr (SV Lengfeld). In der Klasse Herren II pulverisierte er die Konkurrenz und erzielte mit 371 Ringen das absolute Top-Ergebnis des gesamten Meisterschaftswochenendes.
Auch Jan Pöpperl unterstrich seine Extraklasse und holte sich nach dem Sieg mit der offenen Visierung mit 320 Ringen das prestigeträchtige „Double“ in der Klasse Herren I. Bei den Senioren (Herren IV) lieferten sich Günter Kunz (354 Ringe), Bernhard Tritschack (351 Ringe) und Karsten Dietz (349 Ringe) einen packenden Dreikampf auf absolutem Spitzenniveau.
Die Podestplätze im Überblick:
| Altersklasse | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Herren I | Jan Pöpperl (320 Ringe) SV Edelweiß Jestädt | Kevin Jeffries (276 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | nicht besetzt |
| Herren II | Felix Lehr (371 Ringe) SV Lengfeld | Stefan Lerch (332 Ringe) KSG Wetzlar | Martin Koch (305 Ringe) SV Edelweiß Jestädt |
| Herren III | Martin Belke (334 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Stefan-Claus Wagner (325 Ringe) SG Ortenberg | Dirk Daubert (313 Ringe) SG Ortenberg |
| Herren IV | Günter Kunz (354 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Bernhard Tritschack (351 Ringe) KKSV Lich | Karsten Dietz (349 Ringe) SV Diana 55 Obersuhl |
Mannschaftswertung
Auch mit der geschlossenen Visierung führte kein Weg am SV Diana Bergen Enkheim vorbei. Das Trio Belke, Jeffries und Kunz sicherte sich mit 964 Ringen das zweite Mannschafts-Gold des Tages. Silber ging an die SG Ortenberg (899 Ringe), während sich der SV Diana 55 Obersuhl (749 Ringe) den Bronzerang sicherte.
Der Hessische Schützenverband gratuliert allen frischgebackenen Landesmeistern und Platzierten zu diesen bemerkenswerten Leistungen unter erschwerten Bedingungen. Ein besonderer Dank gilt dem SSV Leun für die reibungslose Organisation und Durchführung der Titelkämpfe. Die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft werden mit Spannung erwartet.
Hessische Meisterschaften 2026 - Ordonnanzgewehr - Höchstleistungen im Glutofen von Leun
Das Reglement der Traditionsdisziplin ist streng: Zugelassen sind ausschließlich originale, bis Ende 1963 geführte militärische Repetiergewehre im Originalzustand. Moderne Hilfsmittel wie Matchschäfte, Zusatzgewichte oder Schießjacken sind ebenso tabu wie optische Visiere. Das anspruchsvolle Wettkampfprogramm verlangte den Startern jeweils 20 Schuss im stehenden sowie 20 Schuss im liegenden Anschlag ab.
Technik und Taktik im "Glutofen"
Neben dem sportlichen Gegner entwickelte sich vor allem die Anlage in Leun zu einer mentalen und physischen Herausforderung. Die geschlossene Aufgrund moderner Lärmschutzauflagen werden offene Schießstände heute kaum noch genehmigt – so bietet auch die geschlossene Anlage in Leun zwar optimalen Schallschutz für die Anwohner, stellte die Aktiven an diesem heißen Maitag jedoch vor logistische Probleme. Die Lüftungsanlage saugte die aufgeheizte Luft vom Dach direkt in den Stand.
„Man müsste diese Luft vom Sommer speichern können und im Winter einsetzen“, scherzte der frischgebackene Landesmeister Jan Pöpperl mit Blick auf die sommerlichen Bedingungen.
Auch der drittplatzierte Jan-Simon Zimmer merkte an, dass unter diesen Temperaturen Ergebnisse über der 300-Ringe-Marke bereits als exzellente Leistung zu bewerten seien, wenn man auf die stabilisierende Wirkung einer Schießjacke verzichtet.
Disziplin Offene Visierung (Kimme und Korn)
In der Wertung mit offener Visierung zeigten die Schützen trotz der Hitze herausragende Ergebnisse. In der Klasse Herren II sicherte sich Thomas Klaner (SV Marburg) mit bärenstarken 341 Ringen den Titel, hauchdünn vor Felix Lehr (SV Lengfeld), der sich mit 340 Ringen geschlagen geben musste.
In der Klasse Herren I dominierte Jan Pöpperl (SV Edelweiß Jestädt) mit 335 Ringen das Feld deutlich vor Kevin Jeffries (317 Ringe).
Die Podestplätze im Überblick:
| Altersklasse | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Herren I | Jan Pöpperl (335 Ringe) SV Edelweiß Jestädt | Kevin Jeffries (317 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Jan-Simon Zimmer (303 Ringe) SSG Ettingshausen Seenbach |
| Herren II | Thomas Klaner (341 Ringe) SV Marburg | Felix Lehr (340 Ringe) SV Lengfeld | Stefan Lerch (324 Ringe) KSG Wetzlar |
| Herren III | Martin Belke (339 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Timo Fleckenstein (319 Ringe) SV Freigericht | Alexander Graf (302 Ringe) SV Wicker |
| Herren IV | Karsten Dietz (335 Ringe) SV Diana 55 Obersuhl | Michael Hohenberg (323 Ringe) SV Niederklein | Günter Kunz (319 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim |
Mannschaftswertung
Der SV Diana Bergen Enkheim untermauerte seine Ausnahmestellung und holte sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung von 975 Ringen (Martin Belke 339, Kevin Jeffries 317, Günter Kunz 319) souverän die Goldmedaille vor dem SV Niederklein 1 (925 Ringe) und dem SV Lengfeld (788 Ringe).
Disziplin Geschlossene Visierung (Loch- und Rahmenvisiere)
Beim Wettkampf mit geschlossener Visierung – hier sind historische Loch- und Rahmenvisiere wie die des britischen Lee-Enfield oder des US-Springfield zugelassen – fielen ebenfalls hohe Ergebnisse. Zum überragenden Akteur des Tages avancierte Felix Lehr (SV Lengfeld). In der Klasse Herren II pulverisierte er die Konkurrenz und erzielte mit 371 Ringen das absolute Top-Ergebnis des gesamten Meisterschaftswochenendes.
Auch Jan Pöpperl unterstrich seine Extraklasse und holte sich nach dem Sieg mit der offenen Visierung mit 320 Ringen das prestigeträchtige „Double“ in der Klasse Herren I. Bei den Senioren (Herren IV) lieferten sich Günter Kunz (354 Ringe), Bernhard Tritschack (351 Ringe) und Karsten Dietz (349 Ringe) einen packenden Dreikampf auf absolutem Spitzenniveau.
Die Podestplätze im Überblick:
| Altersklasse | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Herren I | Jan Pöpperl (320 Ringe) SV Edelweiß Jestädt | Kevin Jeffries (276 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | nicht besetzt |
| Herren II | Felix Lehr (371 Ringe) SV Lengfeld | Stefan Lerch (332 Ringe) KSG Wetzlar | Martin Koch (305 Ringe) SV Edelweiß Jestädt |
| Herren III | Martin Belke (334 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Stefan-Claus Wagner (325 Ringe) SG Ortenberg | Dirk Daubert (313 Ringe) SG Ortenberg |
| Herren IV | Günter Kunz (354 Ringe) SV Diana Bergen Enkheim | Bernhard Tritschack (351 Ringe) KKSV Lich | Karsten Dietz (349 Ringe) SV Diana 55 Obersuhl |
Mannschaftswertung
Auch mit der geschlossenen Visierung führte kein Weg am SV Diana Bergen Enkheim vorbei. Das Trio Belke, Jeffries und Kunz sicherte sich mit 964 Ringen das zweite Mannschafts-Gold des Tages. Silber ging an die SG Ortenberg (899 Ringe), während sich der SV Diana 55 Obersuhl (749 Ringe) den Bronzerang sicherte.
Der Hessische Schützenverband gratuliert allen frischgebackenen Landesmeistern und Platzierten zu diesen bemerkenswerten Leistungen unter erschwerten Bedingungen. Ein besonderer Dank gilt dem SSV Leun für die reibungslose Organisation und Durchführung der Titelkämpfe. Die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft werden mit Spannung erwartet.