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Weltcup in München: Bronze-Krimi für Florian Peter

  29.05.2026    HSV DSB
Vom 26. bis 30. Mai 2026 verwandelte sich die Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück in die weltweite „Hauptstadt für Gewehr und Pistole“. Unter den 732 Sportlerinnen und Sportlern aus 85 Nationen zeigte sich auch die hessischen Teilnehmer in starker Form. Allen voran sorgte Schnellfeuerpistolen-Spezialist Florian Peter für ein absolutes Highlight aus hessischer Sicht.

Nervenkrimi auf dem Treppchen: Florian Peter holt Bronze

Auf die deutschen Schnellfeuerpistolen-Schützen ist Verlass – und ganz besonders auf die Athleten aus Hessen. Das bewährte Credo von Bundestrainer Detlef Glenz, zwei Schützen ins Finale und mindestens einen auf das Treppchen zu bringen, setzten seine Schützlinge bravourös um.

Der Weg in das Finale der besten Acht war an Dramatik kaum zu überbieten. Oliver Geis (SV Kriftel) lieferte in der Qualifikation eine absolute Punktlandung ab: Mit 584 Ringen sicherte er sich als Siebter das Finalticket, nachdem er in einer packenden Serie kurz vor dem Zeitfehler gezockt und die Zehn nach 4,3 Sekunden ins Ziel gebracht hatte. Florian Peter (SV Obertshausen) machte es nicht weniger spannend. Er kam am Ende auf 583 Ringe und belegte zunächst Rang neun. Da jedoch ein vor ihm platzierter Schütze den RPO-Status (außer Konkurrenz) hatte, rutschte der Olympia-Vierte von Paris als Achter gerade noch so ins Finale. „Totgeglaubte leben am längsten“, kommentierte Peter den glücklichen Ausgang augenzwinkernd.

Im Finale erwischte Europameister Oliver Geis leider einen kapitalen Fehlstart und verlor in der dritten Serie die Kontrolle, was für ihn das vorzeitige Aus auf Platz 8 bedeutete. Besser lief es für Florian Peter, der von Beginn an vorne mitmischte. Nach der sechsten Serie lag er gleichauf mit dem Koreaner Gunhyeok Lee (beide 23 Treffer) – ein Stechen musste über die Bronzemedaille entscheiden. Lee legte drei Treffer vor, doch Peter konterte eiskalt mit vier Hits und sicherte sich damit seine insgesamt achte Weltcup-Medaille. Eine perfekte Fünfer-Serie im Anschluss änderte nichts mehr an der Rangfolge, da auch die Konkurrenz fehlerfrei blieb.

„Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte Florian Peter glücklich. „Klar macht man immer seine Fehler, und stellenweise habe ich unorthodox geschossen, aber es hat ja trotzdem funktioniert. Ich bin froh, dass es beim Heim-Weltcup richtig gut gelaufen ist, nachdem es zuletzt nicht so geklappt hat.“

Der Sieg ging mit neuem Weltrekord an den Chinesen Lianbofan Su (35 Treffer) vor dem Franzosen Clement Bessaguet (34).

Die weiteren hessischen Ergebnisse im Überblick

Auch in den Gewehrdisziplinen waren hessische Farben in München vertreten, wo die Sportler wertvolle internationale Erfahrungen sammelten.

  • Max Ohlenburger im Kleinkaliber-Dreistellungskampf:
    Im hart umkämpften 3x20-Schuss-Wettbewerb der Männer zeigte Max Ohlenburger (SV Diana Wehrheim) eine solide Leistung. In einem Weltklassefeld erzielte er gute 587 Ringe und belegte damit in der Endabrechnung den 39. Platz.
  • Lea Ruppel sammelt Ranglisten-Punkte:
    Im Luftgewehr-Wettbewerb der Damen hatten die deutschen Starterinnen diesmal nichts mit dem Ausgang des Finals zu tun. Als einzige hessische Teilnehmerin ging Lea Ruppel (SV Herbstein) an den Start. Sie erzielte 626,4 Ringe, was am Ende Platz 76 bedeutete. Für Ruppel stand dieser Weltcup ohnehin im Zeichen der Zukunft: Sie war vorrangig angetreten, um wichtige Punkte für die internationale Rangliste zu sammeln.

Mit einer Bronzemedaille, einer weiteren Finalplatzierung und wertvollen Erkenntnissen im Gepäck blickt der Hessische Schützenverband stolz auf die Leistungen seiner Athletinnen und Athleten in München. Der Blick richtet sich nun nach vorne: Bereits im Juni wartet mit der Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl das nächste internationale Highlight auf deutschem Boden.

Lutz Berger

Weltcup in München: Bronze-Krimi für Florian Peter

  29.05.2026    HSV DSB
Vom 26. bis 30. Mai 2026 verwandelte sich die Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück in die weltweite „Hauptstadt für Gewehr und Pistole“. Unter den 732 Sportlerinnen und Sportlern aus 85 Nationen zeigte sich auch die hessischen Teilnehmer in starker Form. Allen voran sorgte Schnellfeuerpistolen-Spezialist Florian Peter für ein absolutes Highlight aus hessischer Sicht.

Nervenkrimi auf dem Treppchen: Florian Peter holt Bronze

Auf die deutschen Schnellfeuerpistolen-Schützen ist Verlass – und ganz besonders auf die Athleten aus Hessen. Das bewährte Credo von Bundestrainer Detlef Glenz, zwei Schützen ins Finale und mindestens einen auf das Treppchen zu bringen, setzten seine Schützlinge bravourös um.

Der Weg in das Finale der besten Acht war an Dramatik kaum zu überbieten. Oliver Geis (SV Kriftel) lieferte in der Qualifikation eine absolute Punktlandung ab: Mit 584 Ringen sicherte er sich als Siebter das Finalticket, nachdem er in einer packenden Serie kurz vor dem Zeitfehler gezockt und die Zehn nach 4,3 Sekunden ins Ziel gebracht hatte. Florian Peter (SV Obertshausen) machte es nicht weniger spannend. Er kam am Ende auf 583 Ringe und belegte zunächst Rang neun. Da jedoch ein vor ihm platzierter Schütze den RPO-Status (außer Konkurrenz) hatte, rutschte der Olympia-Vierte von Paris als Achter gerade noch so ins Finale. „Totgeglaubte leben am längsten“, kommentierte Peter den glücklichen Ausgang augenzwinkernd.

Im Finale erwischte Europameister Oliver Geis leider einen kapitalen Fehlstart und verlor in der dritten Serie die Kontrolle, was für ihn das vorzeitige Aus auf Platz 8 bedeutete. Besser lief es für Florian Peter, der von Beginn an vorne mitmischte. Nach der sechsten Serie lag er gleichauf mit dem Koreaner Gunhyeok Lee (beide 23 Treffer) – ein Stechen musste über die Bronzemedaille entscheiden. Lee legte drei Treffer vor, doch Peter konterte eiskalt mit vier Hits und sicherte sich damit seine insgesamt achte Weltcup-Medaille. Eine perfekte Fünfer-Serie im Anschluss änderte nichts mehr an der Rangfolge, da auch die Konkurrenz fehlerfrei blieb.

„Ich bin sehr zufrieden“, bilanzierte Florian Peter glücklich. „Klar macht man immer seine Fehler, und stellenweise habe ich unorthodox geschossen, aber es hat ja trotzdem funktioniert. Ich bin froh, dass es beim Heim-Weltcup richtig gut gelaufen ist, nachdem es zuletzt nicht so geklappt hat.“

Der Sieg ging mit neuem Weltrekord an den Chinesen Lianbofan Su (35 Treffer) vor dem Franzosen Clement Bessaguet (34).

Die weiteren hessischen Ergebnisse im Überblick

Auch in den Gewehrdisziplinen waren hessische Farben in München vertreten, wo die Sportler wertvolle internationale Erfahrungen sammelten.

  • Max Ohlenburger im Kleinkaliber-Dreistellungskampf:
    Im hart umkämpften 3x20-Schuss-Wettbewerb der Männer zeigte Max Ohlenburger (SV Diana Wehrheim) eine solide Leistung. In einem Weltklassefeld erzielte er gute 587 Ringe und belegte damit in der Endabrechnung den 39. Platz.
  • Lea Ruppel sammelt Ranglisten-Punkte:
    Im Luftgewehr-Wettbewerb der Damen hatten die deutschen Starterinnen diesmal nichts mit dem Ausgang des Finals zu tun. Als einzige hessische Teilnehmerin ging Lea Ruppel (SV Herbstein) an den Start. Sie erzielte 626,4 Ringe, was am Ende Platz 76 bedeutete. Für Ruppel stand dieser Weltcup ohnehin im Zeichen der Zukunft: Sie war vorrangig angetreten, um wichtige Punkte für die internationale Rangliste zu sammeln.

Mit einer Bronzemedaille, einer weiteren Finalplatzierung und wertvollen Erkenntnissen im Gepäck blickt der Hessische Schützenverband stolz auf die Leistungen seiner Athletinnen und Athleten in München. Der Blick richtet sich nun nach vorne: Bereits im Juni wartet mit der Junioren-Weltmeisterschaft in Suhl das nächste internationale Highlight auf deutschem Boden.

Lutz Berger

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