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75. Hessischer Schützentag - Gesamtvorstandssitzung - Weichenstellungen und Ehrungen im Wilhelmj-Salon

  13.04.2026    HSJ Verband HSV Vereinsinfos
Der 75. Hessische Schützentag in Usingen markierte ein besonderes Jubiläum in der Geschichte des Verbandes und fand seinen ersten offiziellen Höhepunkt in der Gesamtvorstandssitzung am Samstag, dem 11. April 2026. Im festlichen Ambiente des Usinger Wilhelmj-Salons versammelten sich das Präsidium, die Bezirksschützenmeister sowie die Referenten, um wichtige personelle Weichenstellungen vorzunehmen und über die aktuelle Lage des Schützenwesens zu beraten. Nachdem der Tag mit einem gemeinsamen Gruppenfoto der Funktionsträger begonnen hatte, eröffnete Präsidentin Tanja Frank die Sitzung pünktlich und hieß die Mitglieder des Gesamtvorstandes willkommen.

Ein besonderer Dank der Präsidentin galt bereits zu Beginn dem Organisationsteam des SV Usingen, dessen hervorragende Vorbereitung den würdigen Rahmen für diesen Jubiläumsschützentag schuf.

Abschiede und personelle Neuausrichtung

Die Mitglieder des Gesamtvorstandes tagten beim 75. Hessischen Schützentag im Wilhelmj-Salon in Usingen. (Foto: Lutz Berger)Der Auftakt der Versammlung stand ganz im Zeichen der Anerkennung und des personellen Wandels. Neben der Gratulation an Mitglieder, die im vergangenen Halbjahr runde Geburtstage feiern konnten, widmete sich die Präsidentin der Verabschiedung zweier verdienter Mitstreiter. Die Bezirksschützenmeister Heinrich Schmitz und Hans-Jürgen Hensel schieden aus ihren Ämtern aus. Tanja Frank würdigte ihr langjähriges, intensives Engagement für den Verband und hieß deren Nachfolger im Kreise des Gesamtvorstandes herzlich willkommen.

Auch auf der Ebene der Referenten gab es bedeutende Neuerungen. Drei Positionen wurden durch Bestätigung im Amt neu besetzt. Elmer Buhre tritt die Nachfolge von Werner Wabnitz als Pressereferent an, der dieses Amt über ein Jahrzehnt lang maßgeblich geprägt hat. Eine strukturelle Erweiterung erfährt der Verband durch den neu geschaffenen Posten des Referenten für Tradition und Böllerwesen. Mit Martin Althaus übernimmt ein erfahrener Fachmann diese Aufgabe, der bereits durch seine langjährige Betreuung des Königsschießens und der hessischen Landeskönige bestens vertraut mit den Brauchtumsthemen ist. Das Team wird zudem durch Alexandra Borgmann verstärkt, die als neue Verbandsärztin und Referentin für medizinische Angelegenheiten fungiert. Die aktive Schützin stammt aus einer im Schießsport tief verwurzelten Familie und bringt somit sowohl medizinische Expertise als auch ein tiefes Verständnis für die sportlichen Belange mit.

Die Position der Referentin für Demokratie im Ehrenamt bleibt unbesetzt; die bisherige Amtsinhaberin Mariele Zobel wechselt in die Verbandsgeschäftsstelle, wo sie als Projektleiterin für „Schützen im Dialog“ die entsprechende Aufgabenstellung künftig im Rahmen einer neu geschaffenen Stelle im Hauptamt wahrnehmen wird.

Strukturelle Entscheidungen und historische Dokumentation

Tanja Frank präsentiert die neue Chronik des Hessischen Schützenverbandes im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung auf dem Hessischen Schützentag in Usingen. (Foto: Lutz Berger)In den administrativen Teil der Sitzung fiel die einstimmige Genehmigung eines Vereinswechsels. Der Schützenverein BSV 1960 Betzenrod wird künftig dem Bezirk 25 Vogelsberg angehören, nachdem der Antrag auf Wechsel aus dem Schützenbezirk 29 Büdingen ohne Gegenstimmen befürwortet wurde. Ein emotionaler Moment der Sitzung war die Vorstellung der neuen Verbandschronik durch Tanja Frank. Die Präsidentin zeigte sich sichtlich stolz auf dieses umfassende Werk, das die Geschichte des Hessischen Schützenverbandes dokumentiert und bereits vorab an die Vorstandsmitglieder verteilt worden war. In diesem Zusammenhang galt ihr besonderer Dank dem abwesenden Werner Wabnitz, der mit dieser Chronik seine langjährige Tätigkeit als Pressereferent gekrönt hat.

Ehrungen im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung: (von links): HSV-Vizepräsident Thomas-Scholl, Klaus Otto Eckl, Uwe Maul, Klaus Vestweber (alle Großes Hessisches Ehrenzeichen in Silber), GudrunEhmer (Großes Hessisches Ehrenzeichen in Bronze)und HSV-Präsidentin Tanja-Frank. (Foto: Lutz Berger)Die Wertschätzung innerhalb der Führungsebene wurde zudem durch die Verleihung hoher Auszeichnungen unterstrichen. Vizepräsident Thomas Scholl erläuterte hierzu eine Neuerung im Protokoll: Während das Große Hessische Ehrenzeichen in Silber und in Bronze üblicherweise auf Bezirksebene verliehen wird, findet die Ehrung für die Bezirksschützenmeister selbst nun im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung statt. So erhielten Klaus Vestweber (Bezirksschützenmeister 18 Schwalm-Eder), Klaus Otto Eckel (Bezirksschützenmeister 23 Biedenkopf) und Uwe Maul (Bezirksschützenmeister 27 Fulda-Rhön) das Große Hessische Ehrenzeichen in Silber. Gudrun Ehmer (Bezirksschützenmeisterin 37 Dieburg) wurde mit dem Großen Hessischen Ehrenzeichen in Bronze gewürdigt.

Politische Lage und sportliche Perspektiven

Ein Blick auf das Präsidium während der Gesamtvorstandssizung in Usingen. (Foto: Lutz Berger)Ehrungen im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung: (von links): HSV-Vizepräsident Thomas-Scholl, Klaus Otto Eckl, Uwe Maul, Klaus Vestweber (alle Großes Hessisches Ehrenzeichen in Silber), GudrunEhmer (Großes Hessisches Ehrenzeichen in Bronze)und HSV-Präsidentin Tanja-Frank. (Foto: Lutz Berger)Ein zentraler Bestandteil der Sitzung waren die Berichte zur aktuellen Lage im Waffenrecht und zur europäischen Chemikalienpolitik. Vizepräsident Markus Weber skizzierte die Situation mit den Worten, im Westen und Osten gebe es wenig Neues. Bezüglich des drohenden Bleiverbots auf EU-Ebene in Brüssel konnte er jedoch vorsichtigen Optimismus verbreiten, da das Verbot im Kugelbereich offenbar abgewendet wurde. Handlungsbedarf bestehe jedoch weiterhin für die Wurfscheiben-Disziplinen. Mit Blick auf Berlin und das neue Waffenrecht berichtete Weber, dass das Innenministerium aufgrund der massiven und fundierten Stellungnahmen der Verbände mehr Zeit für die Bewertung benötige, was er ausdrücklich als positives Signal gegen übereilte gesetzliche „Schnellschüsse“ wertete. Ebenso riet er den Mitgliedern zur Besonnenheit beim Thema Bedürfnisüberprüfungen und empfahl, die Aufforderungen der Behörden abzuwarten, anstatt im Vorfeld unnötigen bürokratischen Aufwand zu betreiben.

Sportleiter Otmar Martin gab einen Einblick in die sportlichen Belange, verknüpfte dies jedoch mit einer persönlichen Ankündigung. Er erklärte, im kommenden Jahr nicht erneut für das Amt des Sportleiters zu kandidieren, und empfahl bereits jetzt seinen aktuellen Stellvertreter Dr. Alexander Degen als potenziellen Nachfolger. Erfreuliche Nachrichten gab es zudem aus der Jugendabteilung. Jugendleiter Stefan Rinke berichtete, dass die Hessische Schützenjugend seit März wieder über einen vollständig besetzten Vorstand verfügt, wobei insbesondere die Besetzung der lange vakanten Stelle der Jugendpressewartin hervorgehoben wurde.

Ausblick auf kommende Höhepunkte

Zum Ende der Sitzung blickte das Präsidium auf die bevorstehenden Termine des Verbandes. Vizepräsident Thomas Scholl informierte über den weiteren Ablauf des Schützentages und musste zudem mitteilen, dass der SV Krofdorf-Gleiberg den Schützentag 2028 aufgrund von Hallensanierungen nicht ausrichten kann, weshalb die Bezirke aufgerufen sind, nach alternativen Ausrichtern zu suchen.
Abschließend lud Präsidentin Tanja Frank die Anwesenden zum Bundeskönigsschießen am 9. Mai in Frankfurt ein.

Mit dem Hinweis auf das nächste Treffen des Gesamtvorstandes im Oktober, den 76. Hessischen Schützentag, der vom 9. bis 11. April 2027 in Bürstadt stattfinden wird und den Deutschen Schützentag am Wochenende um den 1. Mai 2027 in Schwerin, endete eine harmonische und konstruktive Sitzung.

Lutz Berger

75. Hessischer Schützentag - Gesamtvorstandssitzung - Weichenstellungen und Ehrungen im Wilhelmj-Salon

  13.04.2026    HSJ Verband HSV Vereinsinfos
Der 75. Hessische Schützentag in Usingen markierte ein besonderes Jubiläum in der Geschichte des Verbandes und fand seinen ersten offiziellen Höhepunkt in der Gesamtvorstandssitzung am Samstag, dem 11. April 2026. Im festlichen Ambiente des Usinger Wilhelmj-Salons versammelten sich das Präsidium, die Bezirksschützenmeister sowie die Referenten, um wichtige personelle Weichenstellungen vorzunehmen und über die aktuelle Lage des Schützenwesens zu beraten. Nachdem der Tag mit einem gemeinsamen Gruppenfoto der Funktionsträger begonnen hatte, eröffnete Präsidentin Tanja Frank die Sitzung pünktlich und hieß die Mitglieder des Gesamtvorstandes willkommen.

Ein besonderer Dank der Präsidentin galt bereits zu Beginn dem Organisationsteam des SV Usingen, dessen hervorragende Vorbereitung den würdigen Rahmen für diesen Jubiläumsschützentag schuf.

Abschiede und personelle Neuausrichtung

Die Mitglieder des Gesamtvorstandes tagten beim 75. Hessischen Schützentag im Wilhelmj-Salon in Usingen. (Foto: Lutz Berger)Der Auftakt der Versammlung stand ganz im Zeichen der Anerkennung und des personellen Wandels. Neben der Gratulation an Mitglieder, die im vergangenen Halbjahr runde Geburtstage feiern konnten, widmete sich die Präsidentin der Verabschiedung zweier verdienter Mitstreiter. Die Bezirksschützenmeister Heinrich Schmitz und Hans-Jürgen Hensel schieden aus ihren Ämtern aus. Tanja Frank würdigte ihr langjähriges, intensives Engagement für den Verband und hieß deren Nachfolger im Kreise des Gesamtvorstandes herzlich willkommen.

Auch auf der Ebene der Referenten gab es bedeutende Neuerungen. Drei Positionen wurden durch Bestätigung im Amt neu besetzt. Elmer Buhre tritt die Nachfolge von Werner Wabnitz als Pressereferent an, der dieses Amt über ein Jahrzehnt lang maßgeblich geprägt hat. Eine strukturelle Erweiterung erfährt der Verband durch den neu geschaffenen Posten des Referenten für Tradition und Böllerwesen. Mit Martin Althaus übernimmt ein erfahrener Fachmann diese Aufgabe, der bereits durch seine langjährige Betreuung des Königsschießens und der hessischen Landeskönige bestens vertraut mit den Brauchtumsthemen ist. Das Team wird zudem durch Alexandra Borgmann verstärkt, die als neue Verbandsärztin und Referentin für medizinische Angelegenheiten fungiert. Die aktive Schützin stammt aus einer im Schießsport tief verwurzelten Familie und bringt somit sowohl medizinische Expertise als auch ein tiefes Verständnis für die sportlichen Belange mit.

Die Position der Referentin für Demokratie im Ehrenamt bleibt unbesetzt; die bisherige Amtsinhaberin Mariele Zobel wechselt in die Verbandsgeschäftsstelle, wo sie als Projektleiterin für „Schützen im Dialog“ die entsprechende Aufgabenstellung künftig im Rahmen einer neu geschaffenen Stelle im Hauptamt wahrnehmen wird.

Strukturelle Entscheidungen und historische Dokumentation

Tanja Frank präsentiert die neue Chronik des Hessischen Schützenverbandes im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung auf dem Hessischen Schützentag in Usingen. (Foto: Lutz Berger)In den administrativen Teil der Sitzung fiel die einstimmige Genehmigung eines Vereinswechsels. Der Schützenverein BSV 1960 Betzenrod wird künftig dem Bezirk 25 Vogelsberg angehören, nachdem der Antrag auf Wechsel aus dem Schützenbezirk 29 Büdingen ohne Gegenstimmen befürwortet wurde. Ein emotionaler Moment der Sitzung war die Vorstellung der neuen Verbandschronik durch Tanja Frank. Die Präsidentin zeigte sich sichtlich stolz auf dieses umfassende Werk, das die Geschichte des Hessischen Schützenverbandes dokumentiert und bereits vorab an die Vorstandsmitglieder verteilt worden war. In diesem Zusammenhang galt ihr besonderer Dank dem abwesenden Werner Wabnitz, der mit dieser Chronik seine langjährige Tätigkeit als Pressereferent gekrönt hat.

Ehrungen im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung: (von links): HSV-Vizepräsident Thomas-Scholl, Klaus Otto Eckl, Uwe Maul, Klaus Vestweber (alle Großes Hessisches Ehrenzeichen in Silber), GudrunEhmer (Großes Hessisches Ehrenzeichen in Bronze)und HSV-Präsidentin Tanja-Frank. (Foto: Lutz Berger)Die Wertschätzung innerhalb der Führungsebene wurde zudem durch die Verleihung hoher Auszeichnungen unterstrichen. Vizepräsident Thomas Scholl erläuterte hierzu eine Neuerung im Protokoll: Während das Große Hessische Ehrenzeichen in Silber und in Bronze üblicherweise auf Bezirksebene verliehen wird, findet die Ehrung für die Bezirksschützenmeister selbst nun im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung statt. So erhielten Klaus Vestweber (Bezirksschützenmeister 18 Schwalm-Eder), Klaus Otto Eckel (Bezirksschützenmeister 23 Biedenkopf) und Uwe Maul (Bezirksschützenmeister 27 Fulda-Rhön) das Große Hessische Ehrenzeichen in Silber. Gudrun Ehmer (Bezirksschützenmeisterin 37 Dieburg) wurde mit dem Großen Hessischen Ehrenzeichen in Bronze gewürdigt.

Politische Lage und sportliche Perspektiven

Ein Blick auf das Präsidium während der Gesamtvorstandssizung in Usingen. (Foto: Lutz Berger)Ehrungen im Rahmen der Gesamtvorstandssitzung: (von links): HSV-Vizepräsident Thomas-Scholl, Klaus Otto Eckl, Uwe Maul, Klaus Vestweber (alle Großes Hessisches Ehrenzeichen in Silber), GudrunEhmer (Großes Hessisches Ehrenzeichen in Bronze)und HSV-Präsidentin Tanja-Frank. (Foto: Lutz Berger)Ein zentraler Bestandteil der Sitzung waren die Berichte zur aktuellen Lage im Waffenrecht und zur europäischen Chemikalienpolitik. Vizepräsident Markus Weber skizzierte die Situation mit den Worten, im Westen und Osten gebe es wenig Neues. Bezüglich des drohenden Bleiverbots auf EU-Ebene in Brüssel konnte er jedoch vorsichtigen Optimismus verbreiten, da das Verbot im Kugelbereich offenbar abgewendet wurde. Handlungsbedarf bestehe jedoch weiterhin für die Wurfscheiben-Disziplinen. Mit Blick auf Berlin und das neue Waffenrecht berichtete Weber, dass das Innenministerium aufgrund der massiven und fundierten Stellungnahmen der Verbände mehr Zeit für die Bewertung benötige, was er ausdrücklich als positives Signal gegen übereilte gesetzliche „Schnellschüsse“ wertete. Ebenso riet er den Mitgliedern zur Besonnenheit beim Thema Bedürfnisüberprüfungen und empfahl, die Aufforderungen der Behörden abzuwarten, anstatt im Vorfeld unnötigen bürokratischen Aufwand zu betreiben.

Sportleiter Otmar Martin gab einen Einblick in die sportlichen Belange, verknüpfte dies jedoch mit einer persönlichen Ankündigung. Er erklärte, im kommenden Jahr nicht erneut für das Amt des Sportleiters zu kandidieren, und empfahl bereits jetzt seinen aktuellen Stellvertreter Dr. Alexander Degen als potenziellen Nachfolger. Erfreuliche Nachrichten gab es zudem aus der Jugendabteilung. Jugendleiter Stefan Rinke berichtete, dass die Hessische Schützenjugend seit März wieder über einen vollständig besetzten Vorstand verfügt, wobei insbesondere die Besetzung der lange vakanten Stelle der Jugendpressewartin hervorgehoben wurde.

Ausblick auf kommende Höhepunkte

Zum Ende der Sitzung blickte das Präsidium auf die bevorstehenden Termine des Verbandes. Vizepräsident Thomas Scholl informierte über den weiteren Ablauf des Schützentages und musste zudem mitteilen, dass der SV Krofdorf-Gleiberg den Schützentag 2028 aufgrund von Hallensanierungen nicht ausrichten kann, weshalb die Bezirke aufgerufen sind, nach alternativen Ausrichtern zu suchen.
Abschließend lud Präsidentin Tanja Frank die Anwesenden zum Bundeskönigsschießen am 9. Mai in Frankfurt ein.

Mit dem Hinweis auf das nächste Treffen des Gesamtvorstandes im Oktober, den 76. Hessischen Schützentag, der vom 9. bis 11. April 2027 in Bürstadt stattfinden wird und den Deutschen Schützentag am Wochenende um den 1. Mai 2027 in Schwerin, endete eine harmonische und konstruktive Sitzung.

Lutz Berger

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