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Bundesligafinale 2026: SV Kriftel fehlt das Quäntchen Glück zum dritten Titel

  09.02.2026    HSV DSB
„Ich freue mich über Silber, Kelheim war einen Hauch besser“, sagte Dominik Sänger nach der denkbar knappen Niederlage der Luftpistolenschützen des SV Kriftel beim Bundesligafinale in der Göbels Hotel Arena in Rotenburg an der Fulda. Der in einer dramatischen Schlussphase siegreiche Kelheimer Andreas Köppl sprach von einem „geilen Match“ und dass „das Quäntchen Glück auf unserer Seite war“.

Beim Goldfinale um den Titel der 28. Bundesligasaison trafen mit Nordligameister SV Kriftel und Südligameister SV Kelheim-Gmünd die Favoriten aufeinander und lieferten sich das erwartet spannende Match. Seit dem Jahr 2016 waren sich die beiden Teams fünf Mal beim Ligafinale begegnet und die Bilanz sprach mit 3:2 Siegen knapp für die Kelheimer. Aber die Schützlinge von Trainer Detlef Glenz hatten sich gute Chancen ausgerechnet, um nach 2013 und 2018 zum dritten Mal den Bundesligatitel zu gewinnen. „Wenn wir am Sonntag antreten, dann wollen wir gewinnen“, war Detlef Glenz nach dem Halbfinalsieg über den ESV Weil am Rhein zuversichtlich. Seine Mannschaft startete gut in den 50-minütigen Wettkampf und führte nach einer Viertelstunde in den Zwischenständen der fünf Einzelbegegnungen mit 3:2, fünf Minuten später sogar mit 3:1. Doch die Kelheimer hielten immer wieder dagegen und gestalteten das Duell immer wieder ausgeglichen. Das wichtige Spitzenduell auf der Position eins entschied nach einer halben Stunde Christian Reitz für Kriftel mit 384:379 Ringen gegen den Schweizer Jason Solari. Ebenfalls stark für Kriftel schoss Fabian Otto, der auf Position vier mit 378:373 Ringen den zweiten Punkt gewann. Doch Detlef Glenz musste mitansehen, dass der entscheidende dritte Punkt auf der fünften Mannschaftsposition nicht gewonnen wurde. Maximilian Schenk hatte 28 Schüsse lang den Sieg gegen den Kelheimer Christoph Schultheiß im Visier, bevor ihm zwei Schüsse in die Sieben missglückten. Der Kelheimer nutzte die Chance und holte mit 371:368 Ringen den ersten Punkt für seine Mannschaft. Auch auf der zweiten Mannschaftsposition erfüllten sich die Hoffnungen für Kriftel nicht. Der zuvor im Viertel- und Halbfinale starke Ruslan Lunev startet mit mäßigen 91 Ringen bei den ersten zehn Schüssen. Der 36-jährige Aserbaidschaner konnte sich zwar wieder steigern, doch sein Kelheimer Konkurrent Philipp Grimm nutzte seinen Vorsprung, um mit 381:376 Ringen zum 2:2 auszugleichen. Das letzte As im Ärmel des SV Kriftel war Dominik Sänger auf der dritten Mannschaftsposition. Der 37-Jährige stand bereits 13 Jahre zuvor beim ersten Titelgewinn im Team des SV Kriftel und er bekam mit dem 22-jährigen ehemaligen Junioren-Weltmeister von 2024, Andreas Köppl eine schwere Aufgabe. Beide lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und zehn Minuten vor Wettkampfende hatten beide 356 Ringe erreicht. Jetzt mussten die jeweils letzten beiden Schüsse entscheiden und ausgerechnet da patzte Dominik Sänger mit einer Acht. Köppl schoss eine Neun und war damit einen Ring vorn, den Sänger trotz einer Zehn mit dem letzten Schuss nicht mehr aufholen konnte. Unter dem Jubel seines Teams siegte Andreas Köppl mit 375:374 Ringen und sicherte den sechsten Bundesligatitel für den SV Kelheim-Gmünd.

SV Kriftel knackt eine ganz harte Nuss

Den Einzug ins Goldfinale hatte der SV Kriftel mit einem 4:1 Sieg über die Titelverteidiger vom ESV Weil am Rhein geschafft. „Wir haben eine ganz harte Nuss geknackt“, freute sich Detlef Glenz, auch mit Blick auf die beiden Niederlagen gegen die Südbadener in den Vorjahren mit 1:4 und 2:3. „Mit 1908 Gesamtringen haben wir ein Topergebnis erreicht“, lobte Detlef Glenz die Mannschaftsleistung des SV Kriftel. Fabian Otto hatte Kriftel auf die Siegerstraße mit seinem 379:376 Sieg auf der vierten Mannschaftsposition gegen Enrico Schaich gebracht. Danach erhöhte Christian Reitz auf 2:0, der das brisante Spitzenduell mit seinem Nationalmannschaftskameraden Michael Schwald (386:385) knapp gewann. Für die Entscheidung sorgte schließlich der auf Position fünf eingewechselte Maximilian Schenk, der sich mit 377:376 Ringen gegen Nathalie Schelken behauptete. Dominik Sänger unterlag auf Position drei gegen Patrick Meyer (375:378) bevor Ruslan Lunev mit glänzenden 391 Ringen gegen den Schweizer Cedric Grisoni (378) herstellte.

Detlef Glenz war froh, gegen Hambrücken gewonnen zu haben

„Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, bekannte Detlef Glenz nach dem 4:1 Viertelfinalsieg des SV Kriftel gegen den KKS Hambrücken. „Es war uns klar, dass es kein Selbstläufer wird.“ Die Taunusstädter profitierten davon, dass Ruslan Lunev kurzfristig für das Finale eingesetzt werden konnte und auf Position zwei mit 386:375 Ringen gegen Eduar Baumeister eine überzeugende Leistung bot. „Er war lange verletzt und hat erst beim H&N-Cup wieder seinen ersten Wettkampf geschossen“, erzählte Detlef Glenz, der sich die Siegchancen für sein Team auf den hinteren Mannschaftspositionen ausgerechnet hatte. Darauf hatte aber auch der KKS-Sportleiter Karl-Heinz Heil gesetzt und nach der 1:4 Niederlage bedauerte er, „dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben.“

Über den gesamten Wettkampfverlauf führte der SV Kriftel in den Zwischenständen, doch zunächst stand das Spitzenduell der beiden Nationalschützen Christian Reitz und Robin Walter im Blickpunkt. Als die KKS-Nummer Eins mit einer optimalen 100er Serie den Wettkampf begann, jubelten die Zuschauer und Christian Reitz schien sichtlich beeindruckt. Es entwickelte sich ein hochklassiges Duell, bei dem Robin Walter von seinem optimalen Auftakt profitierte und mit glänzenden 394 Ringen gegen Christian Reitz (387) punktete. So hatte der erste Hambrücker Trumpf gestochen, doch die Sieghoffnungen auf den Positionen drei und vier erfüllten sich nicht. Hugo Fries unterlag gegen Dominik Sänger (369:375) und Celina Becker ging mit 375:378 Ringen gegen Fabian Otto geschlagen vom Stand. Auf Position fünf rundete Oliver Geis mit 369:365 Ringen den Krifteler Erfolg gegen Marco Wußler ab. 

Dasbacher Falken auf Augenhöhe mit Weil am Rhein

„Diese Dasbacher Mannschaft hat viel Potential, ich traue ihnen in den nächsten Jahren viel zu“, lobte Helga Kopp den engagierten Auftritt der hessischen Vorortsmannschaft von Idstein und die Trainerin des ESV Weil am Rhein bekannte: „Ich war schon etwas nervös“. Dabei hätte die Trainerin des Titelverteidigers sich ruhig zurücklehnen können, denn schon nach einer Viertelstunde Schießzeit führten ihre Schützlinge in allen fünf Einzelbegegnungen. Die Viertelfinalauftaktbegegnung schien zu einer einseitigen Angelegenheit für den Favoriten aus der Südliga zu werden, doch nach einer halben Stunde hatten die Dasbacher Falken zwei Einzelbegegnungen zu ihren Gunsten gedreht und waren beim Zwischenstand von 2:3 auf Augenhöhe. Trainer Alexander Gangluff hatte die Chance zu einer Überraschung erkannt und feuerte seine Dasbacher unentwegt an. 

Die zweite Dasbacher Finalteilnahme nach 2022 bezeichnete Alexander Gangluff als „erstes richtiges Finale“ mit einer großartigen Stimmung auf den Zuschauerrängen. Doch im weiteren Wettkampfverlauf setzte sich die Routine der ESV-Akteure durch und Trainerin Helga Kopp konnte sich über zwei gute Leistungen von Michael Schwald und Patrick Meyer mit 384 und 381 Ringen freuen. Sie ließen ihren Dasbacher Gegnern ebenso keine Chance, wie Enrico Schaich mit 375 Ringen gegen Lars Braun und schließlich behauptete sich auch Cedric Grisoni mit 370:369 Ringen gegen Philipp Haas. Im Team der Falken nutzte Matthias Schwender seine Chance, um den einzigen Dasbacher Punkt mit 365 Ringen gegen den Franzosen Sylvain Garconnot zu gewinnen. „Ich war richtig nervös, bei mir macht sich auch das Alter bemerkbar“, meinte der 56-jährige Schwender nach seiner Finalpremiere.“ Falken-Trainer Alexander Gangluff stellte schließlich fest. „Es war einfach ein zu großer Leistungsunterschied, aber wir kommen im nächsten Jahr wieder.“

SSG Kevelaer siegte zum fünften Mal mit dem Luftgewehr

Viel Lob für die Organisation des 28. Ligafinale des Deutschen Schützenbundes erhielten die Verantwortlichen der SGi Mengshausen als Veranstalter in der mit Zuschauern vollbesetzten Göbels Hotel Arena in Rotenburg an der Fulda. Ohne Beteiligung einer hessischen Mannschaft fiel die Entscheidung bei den Luftgewehrschützen. Mit einem 3:0 Sieg im Goldfinale gegen den SSV Kronau gewann die SSG Kevelaer zum fünften Mal den Bundesligatitel mit dem Luftgewehr.
Einige hessische Aktive standen in den Luftgewehrteams von Hubertus Elsen und SV Wieckenberg, die jeweils im Viertelfinale vorzeitig ausschieden.

Lea Ruppel aus Herbstein unterlag auf Position zwei für Elsen mit 394:400 Ringen gegen Larissa Wegner und ihre Mannschaft schied mit 2:3 gegen den SSV Kronau aus. Dennis Welsch von der SG Diana Eibelshausen stand auf der Spitzenposition des Wieckenberg beim 0:4 gegen den Bund München. Der 29-jährige Nordhesse verlor mit 396:398 Ringen gegen Maximilian Ulbrich. Katrin Grabowski vom SV Steindorf kam gegen Hanna Bühlmeyer zu einem 398:398 Remis und Robin Zissel vom SV Ernsthausen verlor mit 394:398 Ringen gegen Magdalena Bauer.

David Koenders aus Mossautal stand auf Position fünf im Team des SV Pfeil Vöhringen, das im Halbfinale gegen die SSG Kevelaer mit 0:4 verlor. Der Odenwälder unterlag dabei mit 394:396 Ringen gegen Franka Janßen.
 

Werner Wabnitz

Bundesligafinale 2026: SV Kriftel fehlt das Quäntchen Glück zum dritten Titel

  09.02.2026    HSV DSB
„Ich freue mich über Silber, Kelheim war einen Hauch besser“, sagte Dominik Sänger nach der denkbar knappen Niederlage der Luftpistolenschützen des SV Kriftel beim Bundesligafinale in der Göbels Hotel Arena in Rotenburg an der Fulda. Der in einer dramatischen Schlussphase siegreiche Kelheimer Andreas Köppl sprach von einem „geilen Match“ und dass „das Quäntchen Glück auf unserer Seite war“.

Beim Goldfinale um den Titel der 28. Bundesligasaison trafen mit Nordligameister SV Kriftel und Südligameister SV Kelheim-Gmünd die Favoriten aufeinander und lieferten sich das erwartet spannende Match. Seit dem Jahr 2016 waren sich die beiden Teams fünf Mal beim Ligafinale begegnet und die Bilanz sprach mit 3:2 Siegen knapp für die Kelheimer. Aber die Schützlinge von Trainer Detlef Glenz hatten sich gute Chancen ausgerechnet, um nach 2013 und 2018 zum dritten Mal den Bundesligatitel zu gewinnen. „Wenn wir am Sonntag antreten, dann wollen wir gewinnen“, war Detlef Glenz nach dem Halbfinalsieg über den ESV Weil am Rhein zuversichtlich. Seine Mannschaft startete gut in den 50-minütigen Wettkampf und führte nach einer Viertelstunde in den Zwischenständen der fünf Einzelbegegnungen mit 3:2, fünf Minuten später sogar mit 3:1. Doch die Kelheimer hielten immer wieder dagegen und gestalteten das Duell immer wieder ausgeglichen. Das wichtige Spitzenduell auf der Position eins entschied nach einer halben Stunde Christian Reitz für Kriftel mit 384:379 Ringen gegen den Schweizer Jason Solari. Ebenfalls stark für Kriftel schoss Fabian Otto, der auf Position vier mit 378:373 Ringen den zweiten Punkt gewann. Doch Detlef Glenz musste mitansehen, dass der entscheidende dritte Punkt auf der fünften Mannschaftsposition nicht gewonnen wurde. Maximilian Schenk hatte 28 Schüsse lang den Sieg gegen den Kelheimer Christoph Schultheiß im Visier, bevor ihm zwei Schüsse in die Sieben missglückten. Der Kelheimer nutzte die Chance und holte mit 371:368 Ringen den ersten Punkt für seine Mannschaft. Auch auf der zweiten Mannschaftsposition erfüllten sich die Hoffnungen für Kriftel nicht. Der zuvor im Viertel- und Halbfinale starke Ruslan Lunev startet mit mäßigen 91 Ringen bei den ersten zehn Schüssen. Der 36-jährige Aserbaidschaner konnte sich zwar wieder steigern, doch sein Kelheimer Konkurrent Philipp Grimm nutzte seinen Vorsprung, um mit 381:376 Ringen zum 2:2 auszugleichen. Das letzte As im Ärmel des SV Kriftel war Dominik Sänger auf der dritten Mannschaftsposition. Der 37-Jährige stand bereits 13 Jahre zuvor beim ersten Titelgewinn im Team des SV Kriftel und er bekam mit dem 22-jährigen ehemaligen Junioren-Weltmeister von 2024, Andreas Köppl eine schwere Aufgabe. Beide lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und zehn Minuten vor Wettkampfende hatten beide 356 Ringe erreicht. Jetzt mussten die jeweils letzten beiden Schüsse entscheiden und ausgerechnet da patzte Dominik Sänger mit einer Acht. Köppl schoss eine Neun und war damit einen Ring vorn, den Sänger trotz einer Zehn mit dem letzten Schuss nicht mehr aufholen konnte. Unter dem Jubel seines Teams siegte Andreas Köppl mit 375:374 Ringen und sicherte den sechsten Bundesligatitel für den SV Kelheim-Gmünd.

SV Kriftel knackt eine ganz harte Nuss

Den Einzug ins Goldfinale hatte der SV Kriftel mit einem 4:1 Sieg über die Titelverteidiger vom ESV Weil am Rhein geschafft. „Wir haben eine ganz harte Nuss geknackt“, freute sich Detlef Glenz, auch mit Blick auf die beiden Niederlagen gegen die Südbadener in den Vorjahren mit 1:4 und 2:3. „Mit 1908 Gesamtringen haben wir ein Topergebnis erreicht“, lobte Detlef Glenz die Mannschaftsleistung des SV Kriftel. Fabian Otto hatte Kriftel auf die Siegerstraße mit seinem 379:376 Sieg auf der vierten Mannschaftsposition gegen Enrico Schaich gebracht. Danach erhöhte Christian Reitz auf 2:0, der das brisante Spitzenduell mit seinem Nationalmannschaftskameraden Michael Schwald (386:385) knapp gewann. Für die Entscheidung sorgte schließlich der auf Position fünf eingewechselte Maximilian Schenk, der sich mit 377:376 Ringen gegen Nathalie Schelken behauptete. Dominik Sänger unterlag auf Position drei gegen Patrick Meyer (375:378) bevor Ruslan Lunev mit glänzenden 391 Ringen gegen den Schweizer Cedric Grisoni (378) herstellte.

Detlef Glenz war froh, gegen Hambrücken gewonnen zu haben

„Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, bekannte Detlef Glenz nach dem 4:1 Viertelfinalsieg des SV Kriftel gegen den KKS Hambrücken. „Es war uns klar, dass es kein Selbstläufer wird.“ Die Taunusstädter profitierten davon, dass Ruslan Lunev kurzfristig für das Finale eingesetzt werden konnte und auf Position zwei mit 386:375 Ringen gegen Eduar Baumeister eine überzeugende Leistung bot. „Er war lange verletzt und hat erst beim H&N-Cup wieder seinen ersten Wettkampf geschossen“, erzählte Detlef Glenz, der sich die Siegchancen für sein Team auf den hinteren Mannschaftspositionen ausgerechnet hatte. Darauf hatte aber auch der KKS-Sportleiter Karl-Heinz Heil gesetzt und nach der 1:4 Niederlage bedauerte er, „dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben.“

Über den gesamten Wettkampfverlauf führte der SV Kriftel in den Zwischenständen, doch zunächst stand das Spitzenduell der beiden Nationalschützen Christian Reitz und Robin Walter im Blickpunkt. Als die KKS-Nummer Eins mit einer optimalen 100er Serie den Wettkampf begann, jubelten die Zuschauer und Christian Reitz schien sichtlich beeindruckt. Es entwickelte sich ein hochklassiges Duell, bei dem Robin Walter von seinem optimalen Auftakt profitierte und mit glänzenden 394 Ringen gegen Christian Reitz (387) punktete. So hatte der erste Hambrücker Trumpf gestochen, doch die Sieghoffnungen auf den Positionen drei und vier erfüllten sich nicht. Hugo Fries unterlag gegen Dominik Sänger (369:375) und Celina Becker ging mit 375:378 Ringen gegen Fabian Otto geschlagen vom Stand. Auf Position fünf rundete Oliver Geis mit 369:365 Ringen den Krifteler Erfolg gegen Marco Wußler ab. 

Dasbacher Falken auf Augenhöhe mit Weil am Rhein

„Diese Dasbacher Mannschaft hat viel Potential, ich traue ihnen in den nächsten Jahren viel zu“, lobte Helga Kopp den engagierten Auftritt der hessischen Vorortsmannschaft von Idstein und die Trainerin des ESV Weil am Rhein bekannte: „Ich war schon etwas nervös“. Dabei hätte die Trainerin des Titelverteidigers sich ruhig zurücklehnen können, denn schon nach einer Viertelstunde Schießzeit führten ihre Schützlinge in allen fünf Einzelbegegnungen. Die Viertelfinalauftaktbegegnung schien zu einer einseitigen Angelegenheit für den Favoriten aus der Südliga zu werden, doch nach einer halben Stunde hatten die Dasbacher Falken zwei Einzelbegegnungen zu ihren Gunsten gedreht und waren beim Zwischenstand von 2:3 auf Augenhöhe. Trainer Alexander Gangluff hatte die Chance zu einer Überraschung erkannt und feuerte seine Dasbacher unentwegt an. 

Die zweite Dasbacher Finalteilnahme nach 2022 bezeichnete Alexander Gangluff als „erstes richtiges Finale“ mit einer großartigen Stimmung auf den Zuschauerrängen. Doch im weiteren Wettkampfverlauf setzte sich die Routine der ESV-Akteure durch und Trainerin Helga Kopp konnte sich über zwei gute Leistungen von Michael Schwald und Patrick Meyer mit 384 und 381 Ringen freuen. Sie ließen ihren Dasbacher Gegnern ebenso keine Chance, wie Enrico Schaich mit 375 Ringen gegen Lars Braun und schließlich behauptete sich auch Cedric Grisoni mit 370:369 Ringen gegen Philipp Haas. Im Team der Falken nutzte Matthias Schwender seine Chance, um den einzigen Dasbacher Punkt mit 365 Ringen gegen den Franzosen Sylvain Garconnot zu gewinnen. „Ich war richtig nervös, bei mir macht sich auch das Alter bemerkbar“, meinte der 56-jährige Schwender nach seiner Finalpremiere.“ Falken-Trainer Alexander Gangluff stellte schließlich fest. „Es war einfach ein zu großer Leistungsunterschied, aber wir kommen im nächsten Jahr wieder.“

SSG Kevelaer siegte zum fünften Mal mit dem Luftgewehr

Viel Lob für die Organisation des 28. Ligafinale des Deutschen Schützenbundes erhielten die Verantwortlichen der SGi Mengshausen als Veranstalter in der mit Zuschauern vollbesetzten Göbels Hotel Arena in Rotenburg an der Fulda. Ohne Beteiligung einer hessischen Mannschaft fiel die Entscheidung bei den Luftgewehrschützen. Mit einem 3:0 Sieg im Goldfinale gegen den SSV Kronau gewann die SSG Kevelaer zum fünften Mal den Bundesligatitel mit dem Luftgewehr.
Einige hessische Aktive standen in den Luftgewehrteams von Hubertus Elsen und SV Wieckenberg, die jeweils im Viertelfinale vorzeitig ausschieden.

Lea Ruppel aus Herbstein unterlag auf Position zwei für Elsen mit 394:400 Ringen gegen Larissa Wegner und ihre Mannschaft schied mit 2:3 gegen den SSV Kronau aus. Dennis Welsch von der SG Diana Eibelshausen stand auf der Spitzenposition des Wieckenberg beim 0:4 gegen den Bund München. Der 29-jährige Nordhesse verlor mit 396:398 Ringen gegen Maximilian Ulbrich. Katrin Grabowski vom SV Steindorf kam gegen Hanna Bühlmeyer zu einem 398:398 Remis und Robin Zissel vom SV Ernsthausen verlor mit 394:398 Ringen gegen Magdalena Bauer.

David Koenders aus Mossautal stand auf Position fünf im Team des SV Pfeil Vöhringen, das im Halbfinale gegen die SSG Kevelaer mit 0:4 verlor. Der Odenwälder unterlag dabei mit 394:396 Ringen gegen Franka Janßen.
 

Werner Wabnitz

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