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Erfolgreicher EM-Abschluss in Osijek: Deutsches Nationalteam glänzt mit 15 Medaillen

  18.05.2026    HSV DSB
Die Kleinkaliber-Europameisterschaften im kroatischen Osijek endeten für den Deutschen Schützenbund (DSB) mit einer herausragenden Bilanz. Vom 7. bis 17. Mai 2026 demonstrierte die deutsche Delegation ihre internationale Konkurrenzfähigkeit und sicherte sich insgesamt 15 Medaillen. Besonders die Gewehr-Juniorinnen drückten den kontinentalen Titelkämpfen ihren Stempel auf, während die Pistolen-Junioren am Abschlusstag für einen glanzvollen Schlusspunkt sorgten. Während der Wettbewerbe der Juniorinnen standen dabei die Leistungen der drei hessischen Athletinnen Katrin Grabowski, Anabell Dörsam und Franziska Thürmer im Zentrum des Interesses, die wertvolle Erfahrungen auf europäischer Bühne sammelten.

Gewehr-Juniorinnen sammeln Medaillen

Die Gewehr-Juniorinnen avancierten in Kroatien zu den fleißigsten Medaillensammlerinnen des deutschen Aufgebots. Nach ihrem viel umjubelten Gold-Erfolg im klassischen Mannschafts-Dreistellungskampf folgten weitere dramatische Entscheidungen, bei denen das Quäntchen Glück auf deutscher Seite lag. Im 50m-Liegendschießen der Juniorinnen sicherte sich das deutsche Trio ringgleich mit der Auswahl aus Estland (1841,9 Ringe) die Bronzemedaille. Die addierte letzte Serie gab mit 306,0 zu 305,4 Ringen den Ausschlag für die deutschen Schützinnen. Eine ähnlich dramatische Entscheidung spielte sich im Einzelwettbewerb ab. Die Münchnerin Xenia Mund sicherte sich hier dank eines fulminanten Endspurts mit zwei Abschlussserien von jeweils 104,7 Ringen ebenfalls die Bronzemedaille. Sie war am Ende ringgleich mit der Estin Varvara Rogaten, hatte jedoch die um 0,4 Ringe bessere Abschlussserie.

Bereits am Vortag hatte das deutsche Trio im packenden Bronzematch des Trio-Dreistellungskampfs gegen die Athletinnen unter neutraler Flagge (AIN B) die Oberhand behalten. Nach der Abwehr eines gegnerischen Matchballs nutzte die DSB-Auswahl ihre eigene Siegchance konsequent und triumphierte hauchdünn mit 17:15 Punkten.

Zum krönenden Abschluss der Meisterschaften durften zudem die Schnellfeuerpistolen-Junioren jubeln: Fiete Kühn, Phillip Liebrecht und Arne Schallus gewannen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung hinter den überragenden Franzosen die Silbermedaille im Teamwettbewerb, während Kühn nach starken 573 Ringen im Vorkampf im Einzelfinale einen beachtlichen siebten Platz belegte.

Bedeutender Hessischer Beitrag

Eine der zentralen Stützen des erfolgreichen Gewehr-Kaders war die Hessin Katrin Grabowski. Im 50m-Liegendschießen erzielte sie im Einzelklassement mit konstanten Leistungen einen starken 15. Platz und sicherte mit ihren 614,9 Ringen maßgeblich das Mannschafts-Bronze der Juniorinnen ab. Auch im Trio-Wettbewerb des Dreistellungskampfes bewies Grabowski im entscheidenden Moment absolute Nervenstärke und trug wesentlich zum knappen Sieg im kleinen Finale bei. Abgerundet wurde ihr anspruchsvolles Wettkampfprogramm durch den Start im Mixed-Team-Duett des Dreistellungskampfes. Gemeinsam mit Alexander Karl erreichte sie als Team „Deutschland 3“ die zweite Qualifikationsstufe und belegte dort mit einem Team-Gesamtergebnis von 862 Ringen den achten Platz.

Weniger Einfluss auf die Medaillenentscheidungen hatte hingegen Anabell Dörsamim Liegend-Wettbewerb. Im stark besetzten internationalen Feld der Gewehr-Juniorinnen fand sie im Einzelklassement nicht ganz zu ihrer optimalen Form und belegte mit einer Gesamtringzahl von 602,5 Ringen den 51. Platz. Sie sammelte damit wichtige Wettkampfpraxis auf hohem Niveau.

Franziska Thürmer, die aus Witzenhausen stammt, aber für einen niedersächsischen Verein an den Start geht, vertrat die deutschen Farben mit der Sportpistole. Sie startete mit 278 Ringen im Präzisions-Teil verhalten in den Wettbewerb. Im traditionell stärkeren Duell-Teil zeigte sie dann eine deutliche Steigerung. Mit insgesamt 554 Ringen erkämpfte sie sich im Einzel den 36. Platz und trug damit zum fünften Platz des deutschen Teams in der Mannschaftswertung bei. Besonders spannend verlief für Thürmer der darauffolgende Trio-Wettbewerb. In der zweiten Qualifikationsphase präsentierte sie sich formstark und steuerte wertvolle 143 Punkte bei. Damit qualifizierte sich die deutsche Auswahl für das kleine Finale. Im anschließenden, hart umkämpften Match um die Bronzemedaille mussten sich Thürmer, Lydia Böhmer und Aileen Pitschke jedoch den Schützinnen aus Tschechien mit 8:12 geschlagen geben und beendeten den Wettbewerb auf dem undankbaren, aber dennoch achtbaren vierten Platz.

Für den Deutschen Schützenbund war die Europameisterschaft in Osijek ein voller Erfolg. Das Gesamtergebnis von 15 Medaillen unterstreicht die hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich und das hohe Niveau der Athleten unter anspruchsvollen Bedingungen. Die hessischen Sportlerinnen haben an dieser positiven Bilanz einen wesentlichen Anteil und bewiesen sowohl in den Einzelkonkurrenzen als auch in den nervenaufreibenden Team-Formaten, dass sie international absolut konkurrenzfähig sind.

Lutz Berger

Erfolgreicher EM-Abschluss in Osijek: Deutsches Nationalteam glänzt mit 15 Medaillen

  18.05.2026    HSV DSB
Die Kleinkaliber-Europameisterschaften im kroatischen Osijek endeten für den Deutschen Schützenbund (DSB) mit einer herausragenden Bilanz. Vom 7. bis 17. Mai 2026 demonstrierte die deutsche Delegation ihre internationale Konkurrenzfähigkeit und sicherte sich insgesamt 15 Medaillen. Besonders die Gewehr-Juniorinnen drückten den kontinentalen Titelkämpfen ihren Stempel auf, während die Pistolen-Junioren am Abschlusstag für einen glanzvollen Schlusspunkt sorgten. Während der Wettbewerbe der Juniorinnen standen dabei die Leistungen der drei hessischen Athletinnen Katrin Grabowski, Anabell Dörsam und Franziska Thürmer im Zentrum des Interesses, die wertvolle Erfahrungen auf europäischer Bühne sammelten.

Gewehr-Juniorinnen sammeln Medaillen

Die Gewehr-Juniorinnen avancierten in Kroatien zu den fleißigsten Medaillensammlerinnen des deutschen Aufgebots. Nach ihrem viel umjubelten Gold-Erfolg im klassischen Mannschafts-Dreistellungskampf folgten weitere dramatische Entscheidungen, bei denen das Quäntchen Glück auf deutscher Seite lag. Im 50m-Liegendschießen der Juniorinnen sicherte sich das deutsche Trio ringgleich mit der Auswahl aus Estland (1841,9 Ringe) die Bronzemedaille. Die addierte letzte Serie gab mit 306,0 zu 305,4 Ringen den Ausschlag für die deutschen Schützinnen. Eine ähnlich dramatische Entscheidung spielte sich im Einzelwettbewerb ab. Die Münchnerin Xenia Mund sicherte sich hier dank eines fulminanten Endspurts mit zwei Abschlussserien von jeweils 104,7 Ringen ebenfalls die Bronzemedaille. Sie war am Ende ringgleich mit der Estin Varvara Rogaten, hatte jedoch die um 0,4 Ringe bessere Abschlussserie.

Bereits am Vortag hatte das deutsche Trio im packenden Bronzematch des Trio-Dreistellungskampfs gegen die Athletinnen unter neutraler Flagge (AIN B) die Oberhand behalten. Nach der Abwehr eines gegnerischen Matchballs nutzte die DSB-Auswahl ihre eigene Siegchance konsequent und triumphierte hauchdünn mit 17:15 Punkten.

Zum krönenden Abschluss der Meisterschaften durften zudem die Schnellfeuerpistolen-Junioren jubeln: Fiete Kühn, Phillip Liebrecht und Arne Schallus gewannen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung hinter den überragenden Franzosen die Silbermedaille im Teamwettbewerb, während Kühn nach starken 573 Ringen im Vorkampf im Einzelfinale einen beachtlichen siebten Platz belegte.

Bedeutender Hessischer Beitrag

Eine der zentralen Stützen des erfolgreichen Gewehr-Kaders war die Hessin Katrin Grabowski. Im 50m-Liegendschießen erzielte sie im Einzelklassement mit konstanten Leistungen einen starken 15. Platz und sicherte mit ihren 614,9 Ringen maßgeblich das Mannschafts-Bronze der Juniorinnen ab. Auch im Trio-Wettbewerb des Dreistellungskampfes bewies Grabowski im entscheidenden Moment absolute Nervenstärke und trug wesentlich zum knappen Sieg im kleinen Finale bei. Abgerundet wurde ihr anspruchsvolles Wettkampfprogramm durch den Start im Mixed-Team-Duett des Dreistellungskampfes. Gemeinsam mit Alexander Karl erreichte sie als Team „Deutschland 3“ die zweite Qualifikationsstufe und belegte dort mit einem Team-Gesamtergebnis von 862 Ringen den achten Platz.

Weniger Einfluss auf die Medaillenentscheidungen hatte hingegen Anabell Dörsamim Liegend-Wettbewerb. Im stark besetzten internationalen Feld der Gewehr-Juniorinnen fand sie im Einzelklassement nicht ganz zu ihrer optimalen Form und belegte mit einer Gesamtringzahl von 602,5 Ringen den 51. Platz. Sie sammelte damit wichtige Wettkampfpraxis auf hohem Niveau.

Franziska Thürmer, die aus Witzenhausen stammt, aber für einen niedersächsischen Verein an den Start geht, vertrat die deutschen Farben mit der Sportpistole. Sie startete mit 278 Ringen im Präzisions-Teil verhalten in den Wettbewerb. Im traditionell stärkeren Duell-Teil zeigte sie dann eine deutliche Steigerung. Mit insgesamt 554 Ringen erkämpfte sie sich im Einzel den 36. Platz und trug damit zum fünften Platz des deutschen Teams in der Mannschaftswertung bei. Besonders spannend verlief für Thürmer der darauffolgende Trio-Wettbewerb. In der zweiten Qualifikationsphase präsentierte sie sich formstark und steuerte wertvolle 143 Punkte bei. Damit qualifizierte sich die deutsche Auswahl für das kleine Finale. Im anschließenden, hart umkämpften Match um die Bronzemedaille mussten sich Thürmer, Lydia Böhmer und Aileen Pitschke jedoch den Schützinnen aus Tschechien mit 8:12 geschlagen geben und beendeten den Wettbewerb auf dem undankbaren, aber dennoch achtbaren vierten Platz.

Für den Deutschen Schützenbund war die Europameisterschaft in Osijek ein voller Erfolg. Das Gesamtergebnis von 15 Medaillen unterstreicht die hervorragende Arbeit im Nachwuchsbereich und das hohe Niveau der Athleten unter anspruchsvollen Bedingungen. Die hessischen Sportlerinnen haben an dieser positiven Bilanz einen wesentlichen Anteil und bewiesen sowohl in den Einzelkonkurrenzen als auch in den nervenaufreibenden Team-Formaten, dass sie international absolut konkurrenzfähig sind.

Lutz Berger

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