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Michael Piorr krönt sich zum Schützenkönig: Bundeskönigsschießen 2026 in Frankfurt am Main
Ein König aus Hessen
Der größte Jubel des Abends gehörte Michael Piorr von der Schützenabteilung des TuS Kemel: Der Hesse erreichte das beste Ergebnis unter den 19 Teilnehmern des Wettbewerbs und sicherte sich mit einem Teiler von 6,4 den Titel des Bundesschützenkönigs 2026. Auf Platz zwei landete Anna Haberhauer vom Oberpfälzer Schützenbund mit einem Teiler von 15,0, gefolgt von Antje Müller-Schubert vom Landeschützenverband Sachsen-Anhalt mit einem Teiler von 31,9.
Nach der Proklamation konnte Piorr sein Grinsen kaum verbergen – dabei war seine Stimmung unmittelbar nach dem Wettkampf noch gedämpfter. „Ich hatte das Gefühl, meine Augen und mein Hirn kommunizieren nicht richtig. Ich habe das Ziel richtig gesehen, aber die Treffer waren über die ganze Scheibe verteilt", sagte er. Dann fügte er trocken hinzu: „Aber ein guter war dabei." Genau das zählt beim Königsschießen.
In seinem Heimatverein wird ebenfalls schon gefeiert. Dort fand am gleichen Abend ein Tanzturnier anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins statt. „Das wird ein teurer Abend. Meine Tochter hat angedroht, dass sie es direkt auf der Bühne verkündet. Und ich habe gesagt, sie soll dann gleich dazu sagen, dass das Freibier auf mich geht", stellt Michael Piorr nach der Proklamation fest.
Wie das Königsschießen funktioniert
Beim Bundeskönigsschießen absolviert jeder Teilnehmer 20 Schuss mit dem Luftgewehr. Gewertet wird jedoch nur der eine beste Schuss – derjenige, der dem Zentrum der Scheibe am nächsten liegt. Das Ergebnis wird als sogenannter Teiler angegeben: Er beschreibt den Abstand des Treffers von der absoluten Scheibenmitte, ausgedrückt in hundertstel Millimetern. Je kleiner der Teiler, desto besser der Schuss.
Jugendkönigsschießen: Melissa Wilbert triumphiert
Weniger nach Wunsch verlief das Bundesjugendkönigsschießen für die hessische Vertreterin. Landesjugendkönigin Lara Reuß, die beim hessischen Ausscheidungsschießen noch einen beeindruckenden Teiler von 3 erzielt hatte, kam diesmal auf einen Teiler von 96 und belegte Platz 15. „Heute lief es nicht so gut. Aber es hat riesig Spaß gemacht", sagte sie direkt nach dem Wettkampf und ließ damit sportliche Größe erkennen.
Die Bundesjugendkönigin 2026 heißt Melissa Wilbert vom Rheinischen Schützenbund mit einem Teiler von 19,2. Den zweiten Platz belegte Valentin Ernst aus der Oberpfalz (20,6), Rang drei ging an Theresa Börse aus Hamburg (20,8).
Böllerschüsse, Fahnen und eine besondere Auszeichnung
Den Auftakt beider Wettbewerbsrunden gestaltete die Böllergruppe Hessen mit je sechs Böllerschüssen „in langsamer Reihe" – weithin hörbar und stimmungsvoll. Die Teilnehmer wurden von Wilfried Ritzke, Vizepräsident Schützen-Tradition und Brauchtum des Deutschen Schützenbundes, sowie von HSV-Präsidentin Tanja Frank begrüßt. Die Schießleitung lag in den Händen von Werner Marxreiter und Volker Kuhr; für den technischen Ablauf sorgten HSV-Kampfrichter-Referent Lutz-Hans Schlegel und der stellvertretende Sportleiter des Hessischen Schützenverbandes, Dr. Alexander Degen. Als Aufsichten am Stand fungierten die hessischen Bezirksschützenmeister Monika Vöhl und Florian Keil.
Beim festlichen Abend im Saalbau Grießheim wandte sich nach dem beeindruckenden Einzug der Verbandsfahnen und der Landeskönige DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels an das Publikum. Er verkündete die herausragenden Medaillenerfolge der DSB-Athletinnen und -Athleten bei der Europameisterschaft, die derzeit im kroatischen Osijek stattfinden. Außerdem dankte dem Hessischen Schützenverband – namentlich Präsidentin Frank – ausdrücklich für die gelungene Ausrichtung.
Besondere Ehrungen gingen an drei Hessen: HSV-Vizepräsident Thomas Scholl erhielt die Präsidentenmedaille des DSB in Bronze, Vizepräsident Markus Weber die Ausführung in Silber. Beide hatten die Bewerbung Hessens um das Bundeskönigsschießen maßgeblich vorangetrieben. Tosenden Applaus erntete René Würmser, der Geschäftsführer des Hessischen Schützenverbandes: Er wurde mit der Präsidentenmedaille in Gold ausgezeichnet. Er hatte mit seinem Team die Ausrichtung der Veranstaltung organisiert und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Nach dem offiziellen Programm spielte die Band Holidays zum Tanz – und die rund 200 Gäste feierten in hervorragender Stimmung noch bis tief in die Nacht.
➡️ Die Ergbenisse des Bundeskönigsschießens 2026 gibt es hier!
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Michael Piorr krönt sich zum Schützenkönig: Bundeskönigsschießen 2026 in Frankfurt am Main
Ein König aus Hessen
Der größte Jubel des Abends gehörte Michael Piorr von der Schützenabteilung des TuS Kemel: Der Hesse erreichte das beste Ergebnis unter den 19 Teilnehmern des Wettbewerbs und sicherte sich mit einem Teiler von 6,4 den Titel des Bundesschützenkönigs 2026. Auf Platz zwei landete Anna Haberhauer vom Oberpfälzer Schützenbund mit einem Teiler von 15,0, gefolgt von Antje Müller-Schubert vom Landeschützenverband Sachsen-Anhalt mit einem Teiler von 31,9.
Nach der Proklamation konnte Piorr sein Grinsen kaum verbergen – dabei war seine Stimmung unmittelbar nach dem Wettkampf noch gedämpfter. „Ich hatte das Gefühl, meine Augen und mein Hirn kommunizieren nicht richtig. Ich habe das Ziel richtig gesehen, aber die Treffer waren über die ganze Scheibe verteilt", sagte er. Dann fügte er trocken hinzu: „Aber ein guter war dabei." Genau das zählt beim Königsschießen.
In seinem Heimatverein wird ebenfalls schon gefeiert. Dort fand am gleichen Abend ein Tanzturnier anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins statt. „Das wird ein teurer Abend. Meine Tochter hat angedroht, dass sie es direkt auf der Bühne verkündet. Und ich habe gesagt, sie soll dann gleich dazu sagen, dass das Freibier auf mich geht", stellt Michael Piorr nach der Proklamation fest.
Wie das Königsschießen funktioniert
Beim Bundeskönigsschießen absolviert jeder Teilnehmer 20 Schuss mit dem Luftgewehr. Gewertet wird jedoch nur der eine beste Schuss – derjenige, der dem Zentrum der Scheibe am nächsten liegt. Das Ergebnis wird als sogenannter Teiler angegeben: Er beschreibt den Abstand des Treffers von der absoluten Scheibenmitte, ausgedrückt in hundertstel Millimetern. Je kleiner der Teiler, desto besser der Schuss.
Jugendkönigsschießen: Melissa Wilbert triumphiert
Weniger nach Wunsch verlief das Bundesjugendkönigsschießen für die hessische Vertreterin. Landesjugendkönigin Lara Reuß, die beim hessischen Ausscheidungsschießen noch einen beeindruckenden Teiler von 3 erzielt hatte, kam diesmal auf einen Teiler von 96 und belegte Platz 15. „Heute lief es nicht so gut. Aber es hat riesig Spaß gemacht", sagte sie direkt nach dem Wettkampf und ließ damit sportliche Größe erkennen.
Die Bundesjugendkönigin 2026 heißt Melissa Wilbert vom Rheinischen Schützenbund mit einem Teiler von 19,2. Den zweiten Platz belegte Valentin Ernst aus der Oberpfalz (20,6), Rang drei ging an Theresa Börse aus Hamburg (20,8).
Böllerschüsse, Fahnen und eine besondere Auszeichnung
Den Auftakt beider Wettbewerbsrunden gestaltete die Böllergruppe Hessen mit je sechs Böllerschüssen „in langsamer Reihe" – weithin hörbar und stimmungsvoll. Die Teilnehmer wurden von Wilfried Ritzke, Vizepräsident Schützen-Tradition und Brauchtum des Deutschen Schützenbundes, sowie von HSV-Präsidentin Tanja Frank begrüßt. Die Schießleitung lag in den Händen von Werner Marxreiter und Volker Kuhr; für den technischen Ablauf sorgten HSV-Kampfrichter-Referent Lutz-Hans Schlegel und der stellvertretende Sportleiter des Hessischen Schützenverbandes, Dr. Alexander Degen. Als Aufsichten am Stand fungierten die hessischen Bezirksschützenmeister Monika Vöhl und Florian Keil.
Beim festlichen Abend im Saalbau Grießheim wandte sich nach dem beeindruckenden Einzug der Verbandsfahnen und der Landeskönige DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels an das Publikum. Er verkündete die herausragenden Medaillenerfolge der DSB-Athletinnen und -Athleten bei der Europameisterschaft, die derzeit im kroatischen Osijek stattfinden. Außerdem dankte dem Hessischen Schützenverband – namentlich Präsidentin Frank – ausdrücklich für die gelungene Ausrichtung.
Besondere Ehrungen gingen an drei Hessen: HSV-Vizepräsident Thomas Scholl erhielt die Präsidentenmedaille des DSB in Bronze, Vizepräsident Markus Weber die Ausführung in Silber. Beide hatten die Bewerbung Hessens um das Bundeskönigsschießen maßgeblich vorangetrieben. Tosenden Applaus erntete René Würmser, der Geschäftsführer des Hessischen Schützenverbandes: Er wurde mit der Präsidentenmedaille in Gold ausgezeichnet. Er hatte mit seinem Team die Ausrichtung der Veranstaltung organisiert und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Nach dem offiziellen Programm spielte die Band Holidays zum Tanz – und die rund 200 Gäste feierten in hervorragender Stimmung noch bis tief in die Nacht.
➡️ Die Ergbenisse des Bundeskönigsschießens 2026 gibt es hier!
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