Hessens Pistolenschützen dominieren – Deutsche Meisterschaften Sportschießen 2025 – Tag 5
Kleinkaliber-Gewehr
Im Mittelpunkt standen unter anderem die 3x40-Schuss-Wettbewerbe mit dem Kleinkalibergewehr.
Bei den Damen I sicherte sich Katharina Mentzel (SV Lanzenhain) die Bronzemedaille. Mit 1177 Ringen lag sie ringgleich mit der zweitplatzierten Melissa Ruschel (Bayern), musste sich aber wegen einer um einen Zähler schlechteren Abschlussserie mit Rang drei begnügen. Gold ging an Isabella Straub (Bayern) mit 1181 Ringen.
Auch Patricia Seipel, die eigentlich für den SC Windecken startet, konnte im KK-3x40-Wettbewerb eine Medaille holen. In der gemischten Klasse der Herren II (nur elf Teilnehmer) kam sie auf 1144 Ringe und gewann Silber. Nur Michael Klein (Württemberg) war mit 1152 Zählern besser. Seipel trat in diesem Wettbewerb jedoch für einen Verein aus dem Rheinland an, sodass diese Medaille nicht dem hessischen Verband zugerechnet wird. Als bester Vertreter des HSV belegte Torsten Klauer (SV Oberstedten) mit 1142 Ringen Platz vier – nur einen Zähler hinter den Medaillenrängen.
Bei den Juniorinnen I verpassten die hessischen Starterinnen die Medaillen knapp. Liana Müller (SV Eitra) und Katrin Grabowski (Büdinger SG) erzielten jeweils 1164 Ringe und lagen damit bei 120 Schuss nur fünf Zähler hinter Bronze. Sie belegten die Plätze vier und fünf.
In der Mannschaftswertung der Junioren I sicherte sich das Team des SV Eitra die Bronzemedaille. In der Besetzung Anabell Dörsam, Liana Müller und Kira-Sophie Sippel erreichten die Hessinnen 3458 Ringe. Gold gewann die SSG Kevelaer (Rheinland/3499), Silber ging an die Rot-Weiß-Schützen Franken (Bayern/3481).
Bei den Herren I verpasste Denis Welsch mit 291 Ringen die Medaillenränge als Vierter nur um einen Zähler. Robin Zissel (SG Diana Eibelshausen) belegte mit 290 Ringen Rang sechs.
30-Schuss-Wettbewerb
Im 30-Schuss-Wettbewerb der Junioren (gemischte Klasse) gab es eine hessische Überraschung: Anabell Dörsam (Fürther SV) gewann Gold. Mit 292 Ringen setzte sie sich gegen zum Teil deutlich ältere Konkurrenten durch. Silber und Bronze gingen nach Bayern: Annabelle Lotter und Benedikt Ascher erzielten jeweils 290 Ringe, die Einzelserien entschieden über die Reihenfolge
Knapp dahinter landete Sarah Flach (SV Stärklos), die bereits zwei Medaillen bei diesen Meisterschaften gewonnen hatte. Mit 289 Ringen fehlte ihr diesmal nur ein Zähler zum Podium – Rang fünf.
Sportpistole
Die hessischen Pistolenschützen erwiesen sich erneut als große Medaillensammler, besonders in den 25-Meter-Wettbewerben mit der Sportpistole.
Bei den Herren I gab es sogar ein rein hessisches Podium:
- Gold: Florian Peter (SV Klein-Welzheim) mit 591 Ringen (Präzision: 294 / Duell: 297), nur zwei Zähler unter dem deutschen Rekord.
- Silber: Christian Reitz (SV Kriftel) mit 588 Ringen (Präzision: 290 / Duell: 298).
- Bronze: Oliver Geis (SV Kriftel) mit 586 Ringen (Präzision: 288 / Duell: 298).
Bei den Herren II gewann Jörg Bommersheim (SV Klein-Welzheim) die Bronzemedaille. Mit 563 Ringen lag er vier Zähler hinter den beiden Erstplatzierten (beide 567). Im Stechen setzte sich Stefan Scharpf (Württemberg) gegen Enrico Abram (Westfalen) durch.
Auch in den Mannschaftswertungen waren die Hessen erfolgreich:
- Gold: SV Kriftel (Oliver Geis, Christian Reitz, Aaron Sauter) mit 1751 Ringen.
- Silber: SV Klein-Welzheim (Jörg Bommersheim, Florian Peter, Fabian Otto) mit 1730 Ringen.
- Bronze: Kgl. priv. HSG München (Bayern) mit 1725 Ringen.
Bei den Junioren blieb das hessische Team ohne Medaille. Bester Hesse war Tim Krauzpaul (SG Münster/Ts.) mit 558 Ringen auf Platz neun.
Luftpistole
Im Luftpistolen-Wettbewerb der Damen IV verpasste Kirstin Steinert (SV Sulzbach/Taunus), Landestrainerin Pistole des HSV, das Podium knapp. Mit 357 Ringen lag sie nur einen Zähler hinter Susanne Köbel (Bayern), die Bronze gewann. Gold sicherte sich Evelin Kaiser (Bayern/369), Silber ging an Petra Schmerling (Rheinland/365).
Auch bei den Damen V reichte es für eine Hessin knapp nicht zu einer Medaille: Gisela Böning (SV Bad Vilbel) wurde mit 331 Ringen Vierte – drei Zähler fehlten zu Bronze.