Nachwuchstalente glänzen an der Schützenlinie: Hessische Erfolge beim Schulvergleich und Shooty Cup in Homberg/Efze
Schulvergleich Bogen: Dominanz in der Gruppe B und hessische Krimis
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Schulvergleichs, der traditionell in zwei Leistungsklassen ausgetragen wurde. Während in der Gruppe A (Leistungsgruppe) die Spezialisten der Sportschulen das Geschehen prägten, bot die Gruppe B (Einsteiger) die Bühne für die kommenden Stars, die bisher noch keine Landesmeisterschaften bestritten hatten.
Gruppe B: Ein hessisches Podium
In der Einsteigergruppe war gegen die hessischen Teams kein Kraut gewachsen. Die Schützinnen der Drei-Burgen-Schule Felsberg (Leonie Grüber, Sophie Grüber und Viktoria Hart) demonstrierten eindrucksvolle Nervenstärke. Mit insgesamt 1186 Ringen distanzierten sie die Konkurrenz deutlich und sicherten sich den souveränen Sieg vor heimischem Publikum.
Dicht auf den Fersen war ihnen die Mannschaft der Johann-Heinrich-Alsted-Schule Mittenaar. Mia Nickel, Jason Bernhardt und Alina Seidel erkämpften sich mit 1122 Ringen den Silberrang. Auch die Plätze vier bis sechs blieben fest in hessischer Hand: Die drei Teams der Comenius-Schule Herborn rundeten das hervorragende Gesamtergebnis ab.
Einzelwertungen: Goldregen für Felsberg und Mittenaar
Auch in den Einzelwertungen der Gruppe B war Hessen das Maß der Dinge:
- Altersklasse 13-14 Jahre: Ein Doppelsieg für Felsberg durch Leonie Grüber (430 Ringe) und Viktoria Hart (413 Ringe).
- Jugend (15-17 Jahre): Ein rein hessisches Podium mit Jason Bernhardt (376 Ringe) und Mia Nickel (361 Ringe) aus Mittenaar auf den Plätzen eins und zwei, gefolgt von Bastian Schmidt (324 Ringe) aus Herborn.
- Altersklasse 11-12 Jahre: Alina Seidel (Mittenaar) und Yannic Weyel (Herborn) sicherten sich mit jeweils 385 Ringen die Plätze zwei und drei.
Gruppe A: Harte Lose in der Finalrunde
In der Leistungsgruppe A blieb die Dominanz der Berliner Sportschulen ungebrochen. Das Team Berlin 1 siegte vor Berlin 2 und dem thüringischen Unterwellenborn. Von den hessischen Startern schaffte die 1. Mannschaft aus Mittenaar (Marie Schmidt, Til Levi Koch, Mia Kast) den Sprung in die Finalrunde. Dort war jedoch im Viertelfinale Endstation – ausgerechnet gegen die späteren Gesamtsieger aus Berlin. Einen Achtungserfolg feierte Mia Kast, die in der Einzelwertung (11-12 Jahre) mit starken 501 Ringen den dritten Platz belegte.
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Shooty Cup Bogen: Präzision im „Hit-Miss“-Modus
Am Sonntag folgte der Shooty Cup, bei dem Präzision unter Zeitdruck gefragt war. Im speziellen Hit-Miss-System zählt nur das Gold (9 oder 10) als Treffer.
Herausragend präsentierte sich hier Lukas Becker. Er erzielte in der Qualifikationsrunde gemeinsam mit dem Westfalen Youri Lauterach das tagesbeste Einzelergebnis von 29 Treffern bei 30 Pfeilen – eine fast makellose Bilanz.
In der Mannschaftswertung qualifizierten sich beide hessischen Teams für das Viertelfinale. Während Hessen 2 (Rosa Weißig, Charlotte Schwab, Milena Kraft) gegen Berlin 2 ausschied, kämpfte sich Hessen 1 (Lukas Becker, Luca Julien Feringer, Oskar Rabe) bis ins „Kleine Finale“ vor. In einem hochspannenden Match um Platz drei mussten sie sich Berlin 2 knapp mit 4:6 geschlagen geben und belegten einen achtbaren vierten Rang.
Lob für die Organisation und Ausblick
Stefan Rinke, Vizepräsident Jugend des Deutschen Schützenbundes (DSB), zog ein positives Resümee. Sein besonderer Dank galt dem Team des SV Böddiger, das unter der Leitung der engagierten Helfer für einen reibungslosen Ablauf und eine hervorragende Wettkampfatmosphäre in Homberg gesorgt hatte.
Gleichzeitig richtete er einen Appell an die anderen Landesverbände, das Engagement der Hessen als Vorbild zu nehmen und die Teilnehmerzahlen beim Shooty Cup in den kommenden Jahren wieder zu steigern. Hessen hat an diesem Wochenende jedenfalls eindrucksvoll bewiesen, dass die Nachwuchsarbeit Früchte trägt.
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